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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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EINLEITUNG ZUR REDE VOM FRIEDEN.

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Schon nach wenigen Tagen gelangte die Unglücksbotschaft nachAthen: Phokis war ohne Schwertstreich Philippos Beute gewor-den. Zwar dem Phaläkos mit seinen Söldnern gestattete er freienAbzug, dagegen liefs er durch den schleunig berufenen Amphik-tyonenrat dekretieren, dafs die festen Plätze derPhoker geschleift,ihre Städte zerstört, flire Waffen ausgeliefert, die flüchtigen Teil-nehmer am Tempelraub geächtet, die Zurückbleibenden zur Wie-dererstattung des Raubes angehalten und von aller Gemeinschaftmit dem delphischen Heiligtum ausgeschlossen bleiben sollten,ihm dagegen die bisher den Phokern zukommenden beiden Stim-men im Amphiktyonenral, sowie der Vorsitz bei den pythischenSpielen zu übertragen sei. Grofs war die Bestürzung der Athe-ner bei dieser Nachricht: man sah im Geiste schon Philippos vorden Thoren und beschlofs nicht nur die nahe bevorstehendenPythien unbeschickt zu lassen, sondern auch aufs schleunigsteHab und Gut in die Stadt und in die übrigen festen Plätze zuschaffen und diese in Verteidigungszustand zu setzen: die phoki-schen Flüchtlinge aber nahm man mit offenen Armen auf. Phi-lippos bald darauf anlangende Botschaft beruhigte das Volk we-nigstens über seine eigene Sicherheit: es handelte sich vor derHand nur um ein Anerkenntnis seiner Aufnahme in den Amphik-tvbnenrat. Zwar sträubte sich dagegen der Stolz und Unwilleder enttäuschten Athener, und des Äschines und seiner GenossenFürsprache wäre wohl kaum durchgedrungen; allein die Ver-hältnisse lagen ungünstig. Es wäre Wahnsinn gewesen, aufsneue zum Schwert zu greifen, und so bequemte sich selbst De-mosthenes zum bösen Spiele gute Miene zu machen und für dieAufrechterhaltung des eben geschlossenen Friedens das Wort zuergreifen. Die Rede fällt in das erste Viertel Ol. 108, 3, etwa inden Monat September 346.

Zu dem vollen Verständnis derselben 5 , so schliefst A. Schäfer,D. 2, 283, seine Erörterung über die Rede vom Frieden,fehltuns eben das Hauptstück, nämlich die von D. beantragte Antwortan die Gesandten, zu welcher die ganze Rede nur die leitendenMotive entwickelt: nur daraus könnten wir beurteilen, in welcherWeise der Protest wider Philipps Eintritt in den Amphiktyonen-bund aufgegeben wurde, ohne dafs dem Rechte vergeben und diebisherige Politik Athens verleugnet wurde. Soviel ist mit Be-stimmtheit anzunehmen, dafs man, ohne die jüngst gefafsten Be-schlüsse der versammelten Amphiktyonen ausdrücklich gulzu-heifsen und zu bestätigen, den Streit über die vollendete Thatsachefallen liefs, und dafs man erklärte gemäfs der Weise der Vorfahren