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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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PROLEGOMENA.

erwehrte sich unter Mitwirkung des D. der Makedonier und ver-bündete sich mit Athen. 53 ) Ein dritter Anschlag galt Ainbrakiaund Akarnanien. 54 ) Auch diesen zwar vereitelten die Athener 55 ),ja selbst die neuen Vergleichsvorschläge, die darauf (342) Philip-pos schriftlich nach Athen gelangen liefs, wurden abgelehntHegesippos hieltdamals die irrtümlichdein D. zuge-schriebene Rede icegl 'Αλοννήσου (7.): allein imganzen war dadurch doch wenig gewonnen, der Stand der Dingeüberhaupt aber, der fortwährende Kriegszustand mitten im Frie-den, ein unerträglicher geworden, dem je eher je lieber ein Endezu wünschen war. Herbeigeführt ward dieses infolge der Kleru-chie, welche Athen in dieser Zeit zur Sicherung seiner letztenBesitzung im Norden, des lange schon durch Philippos gefährde-ten thrakischen Chersonesos, dorthin absandte. Der Führer der-selben, der entschlossene Diopeithes, geriet mit Kardia, welchesAthens Botmäfsigkeit seit dem Philokrateischen Frieden nichtmehr anerkannte, Ol. 109, 2. 342, in Streit. Philippos, damalsin Thrakien beschäftigt, suchte vergebens die Sache gütlich bei-zulegen , Diopeithes brauchte Gewalt und vergriff sich sogar auden makedonischen Besitzungen im Hellespont. Philippos führtehierauf Beschwerde in Athen und drang auf Bestrafung des Dio-peithes, worin ihn die makedonische Partei zu Athen, die um ihmfreie Hand zu lassen den Frieden um jeden Preis aufrecht zuerhalten suchte 56 ), auf das lebhafteste unterstützte. D. jedochnahm sich des Diopeithes ebenso lebhaft au undzeigte in der Rede über die Angelegenheiten imChersonesos (8.)(März 341), dafs es Pflicht sei, denselben gegendie Übergriffe des Philippos aufs kräftigste zu unterstützen. DieUnterstützung wurde gewährt, doch, wie es scheint, ohne dengehörigen Nachdruck, auch nahmen die Wühlereien der makedo-nisch Gesinnten einen immer gefährlicheren Charakter an: alleindie Bahn war gebrochen, D. brachte durch die gewaltigedritte Philippika (9.) Mai 341 die Athener zur Besin-nung, der Krieg ward, wenn auch nicht förmlich er-klärt, doch beschlossen. Diesmal war es den AthenernErnst. Das erste Zeichen ihrer neu erwachten Thätigkeit warder doppelte Zug nach Euböa unter Phokion Ol. 109, 4. 341,wodurch erst Oreos, dann Eretria vom makedonischen Joche be-freit wurden. 57 ) Auch dies verdankte man insbesondere deulBe-

53) Asch. 3, 89 ff. 54) D. 9, 27. 34. 55) 9, 72.

56) 8, 4ff. 13. 20. 52, 56 f. 9, 8. 57) 18, 79.

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