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als coquettes Rankenwerk um den innern Kern zu schlingen. Schon demwerdenden Dichter galt die übermüthige Ironie des Romantikers, diesFeldgeschrei der Schlegel, nicht als Selbstzweck, und sie ist auch, obgleichdie Wortführer der neuen Schule einen so großen Einfluß auf ihn aus-übten, nie sein in lloo 8i^no virw68 geworden.
Am stärksten prägt sich der tief sittliche Gehalt seiner Jngendpoesieenin den patriotischen Gedichten aus. Preußen lag zerschmettert am Boden;Napoleon stand auf der Höhe seiner Macht; auf dem Fürstentage zuErfurt (17. September bis 15. October 1808) huldigten ihm vier Königeund vierunddreißig Fürsten aus Deutschland. Selbst echt patriotischgesinnte Männer verzweifelten daran, daß es je gelingen werde, dasfremde Joch abzuwerfen; Andere aber fühlten in sklavischer Unterwürfig-keit sich Wohl in ihrer Unterdrückung. Der junge Eichendorff gehörte zudenen, die ihr Vertrauen aus den alten Gott, der keinen Deutschen ver-läßt, nicht verloren, zu denen, die in tiefer Einsamkeit auf den Augenblickwarteten, wo das Vaterland sie rief. In ihm, dessen Seele erfüllt warvon den herrlichen Bildern deutscher Größe, kochte es in heiligem Zorn.Wenn er in den Hallen seines väterlichen Hauses die alten Waffen fun-keln sah, dann, singt er,
Möcht' ich, über unsre SchandeTief entbrannt in zorn'gem Lieben,
Wurzeln in der Felsen MarkeUnd empor zu Himmels LichtenStumm anstrebend wie die starkeRiesentanne mich aufrichten, fl
Erbärmlich Volk sieht er um falscher Götzen Throne lagern; wohlManchen, „dem die wirklichen Geschichten der Zeit das ehrlich deutsche Herzzerschlagen", hört er klagen wie Prinz Hamlet: „Weh, daß zur Welt ichkam, sie einzurichten." Mit Sehnsucht wünscht er die Zeit herbei, woes ihm vergönnt ist, das Schwert zu ziehen, denn:
Wer in der Noth nichts mag als Lauten rühren,
Dess' Hand dereinst wächst mahnend aus dem Grabe?)
Mit Begeisterung begrüßt er den Heldenkampf der Tiroler, die sich selbstRetter geworden sind:
Hochherzig Volk, Genosse größ'rer Zeiten!
Du sinkst nun in der eig'nen Häuser Brande,
Zum Himmel noch gestreckt die freien Hände.
O Herr, laß diese Lohen wchn, sich breitenAuffordernd über alle deutschen Lande,
Und wer da fällt, dem schenk' so glorreich Ende?)
fl I 117. — fl I 122. - fl I 123.