Druckschrift 
Andeutungen zur Kritik der neuesten Königlich preußischen Zoll- und Verbrauchssteuer-Gesetzgebung : nebst d. preuß. Zoll- u. Verbrauchssteuer-Tarife
Entstehung
Seite
142
Einzelbild herunterladen
 

nur nach der strengsten Prüfung zu »erstattenden Ausnahmen, sind besonders die aus den untersten VerhaltNissen heraufgcwachscnen, in niedriger Sinnes- und gemeiner Denkart einheimischen Provinzialvorgesetzten sehrschädlich, wie auch die Ofsicianten des eigentlichen ambu-lanten Dienstes; weit eher sind die Kassenbeamten brauch-bar), bei der Anstellung nicht mehr gesehen wird aufRechtlichkeit des Charakters und allgemeine Bildung desGeistes, (wenn auch die Kandidaten nichts von der Stereo-metrie wissen sollten,) kann keine Bemühung das Ver-hältniß zwischen den Steuerbcamtcn und den Steuer-pflichtigen tüchtig bessern. Jene Strafbestimmungenthalt auch viel Hartes gegen das Publikum; je wenigerdieses der Regel nach zu fürchten hat, daß es mit seinenGeschenken zurückgewiesen oder auf den Grund der Offertezur Bestrafung angezeigt wird, um so mehr muß cs invielen Fällen, bei der großen Willkühr, die die Kontrolle»erstattet, zur Spendung von Gaben sich geneigt finden,und dennoch steht es in Gefahr, von den die Geschenkesonst am willigsten nehmenden Ofsicianten, in einzelnen,nicht zu berechnenden Fallen, am Ersten denunciirt zuwerden, wenn es die nöthige Vorsicht bei solchen Ver-handlungen vernachlässigt. Die über diesen Gegenstandbei Waarenführern und Reisenden, die seit der Einführungdes neuen Gesetzes die Gränzlinie in gar verschiedenenProvinzen passirten, angestellten Nachfragen, veranlasstendie Wiederholung der Versicherung, daß das Gesetz indieser Sache keine Abänderung des alten Brauches zu-Wege brachte, daß-, nach wie vor, häufig Geschenke ge-