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Andeutungen zur Kritik der neuesten Königlich preußischen Zoll- und Verbrauchssteuer-Gesetzgebung : nebst d. preuß. Zoll- u. Verbrauchssteuer-Tarife
Entstehung
Seite
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sondere Aufmerksamkeit und Thatigkeit der Verwaltungs-behörden rege erhielt. Die Staatszeitung sagt (Stück 6.Januar iZiy) davon: Als in den siebziger Jahren derGebrauch der Kolonial-Maaren und der fremden Weinein den wohlhabenden Mittelklassen allgemeiner wurde,bot das schon bestehende System die Möglichkeit dar, dieseneuen Gegenstände hoch zu besteuern. Auch nach derEroberung Schlesiens, welches doch nur durch einen vierMeilen breiten Strich mit der Neumark zusammcnhing,blieb das Land von allen Seiten gegen die nachbarlichenGebiete offen; Berlin, Potsdam und Frankfurt warenfast nur Gränzstadte gegen Sachsen; Ostpreußen lag ganzabgesondert und bis in seine Mitte erstreckte sich dasPreußische Ermeland. Eine Granzbesetzung, welche denSchleichhandel mit hochbesteuerten Maaren verhindernkonnte, war damals (wie auch noch späterhin) ganz un-ausführbar. Nur darin, daß aller Handel innerhalb derAccise-Barrieren der Städte getrieben ward, daß auf demLande höchstens Krämer sparsam geduldet wurden, dieihren Bedarf ölos aus den der Accise unterworfenenStädten nehmen mussten, lag- die Möglichkeit, den Ver-brauch der fremden Maaren hoch zu besteuern, und solcherGestalt wurde die Besteuerung des äußeren Handels mitdem inländischen Accisesystcme in eine nothwendige Ver-bindung gebracht. (Die Ueberzeugung, daß man denZweck der Accise, eine bestimmte Abgabensumme für dieStaatskasse zu gewinnen, bei einer niedrigen Bestenrungungleich leichter erfüllen kann, gehört zu den spatesten,aber herrlichsten Früchten der Finanzwissenschaft.)