Druckschrift 
Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

103

den Wunsch nicht unterdrücken, daß der rechtliche Ver-käufer seinem Weine immer den reckten Gebnrtsnamenin's Ausland mitgcbcn möge. In dieser Beziehung ge-winnen denn immer diejenigen Handlungshau er, wel-chen daran gelegen seyn muß, ihren alten vortheilbaf-tcn Ruf fortdauernd zu bewahren, oder einen solchenzu erwerben, den Vorzug vor denjenigen Leuten, derenstetes Geschäft der Weiuhandcl nicht ausmackt, indemsie mir zu oft blos auf augenblicklichen Gewinn bedachtsind.

Die Preiße des Moselweines sind nach Jahrgang,Gewächs, dem Dorrath desselben im Lande, sehr ver-schieden, rücken aber nach und nach, jcmchr der An-bau der Weinberge vervollkommnet wird, hierin, wiebillig dem geraden Verhältniß zum Rheinweine immernäher, welches besonders die zwey letzten guten Jahr-gänge 1818 und 1819 beweisen.

Die Weine von den Jahren 1811 und 1815 sindfast nicht mehr an der Mosel zu haben. Wir setzen da-her die Preiße derjenigen von 1818 und 1819 hiehcr.

Wenn im Allgemeinen der Wein aus dem Brau-nenberge vom Jahr 1819 zu 8/6 bezahlt wird, so ver-halten sich die Weine von Pispvrt, Zeltingen, Wehlenund Graach wie 7/2; von Winterich, Miuheim, Thron,Uerzig, Lösenich, Traben, Bernkastell wie 6/k; vonCus, Lieser, Nenmagen, Trarbach, Wolf, Enkirch,Kinheim, Croeff, Burg, Tritenheim, Kesten wie

Oder besser: Da cs, wie wir wissen, in manchenLagen der zweiten und dritten Classe Weine giebt, wel-che denen aus der ersten an Güte bevkommcn, so stehtdaS Fudcr (900 Prcuß. Quart) Moselwein überhauptim Preiße wie folgt: