glaube mit Aufrichtigkeit uud ohne günstiges Dorurtheil,was und wie ich beobachtet habe, erzählt zu haben,damit andere, welche diesem Gegenstände ihre Aufmerk-samkeit, deren er doch gewiß werth ist, schenken wollen,noch weiter dringen, und allenfalls meine Fehler ver-bessern können, indem sich ihnen mehr Gelegenheit, wiemir, zur weitern Erforschung und Berichtigung der an-gegebenen Resultate, besonders in denjenigen Gegendendarbictet, wo jene Krankheiten sehr häufig zu erscheinenpflegen, in welchen der Gebrauch unseres Weines em-pfohlen ist. Meine Erfahrungen über die Wirksamkeitdesselben in den genannten chronischen Krankheiten rei-chen nicht zu, um ihn auf die Weise empfehlen zu kön-nen , wie der Arzt ein Mittel lobt , mit dem er -langeerperimcntirt, und seine richtig erkannten Wirkungendurch große Erfahrung bewährt hat. Hauptsächlich aberwill ich das Verhaltniß andcutcn, in welchem der unterallen Bolksclassen unserer Gegend verbreitete Weinge-nnß zu gewissen wichtigen Krankheiten steht, welche hierauffallend seltener oder gar nicht, in andern Gegendenaber, wo jener Einfluß wegfällt, sehr häufig Vorkom-men, was an und für sich schon einer wichtigen Be-trachtung werth ist, aber auch noch durch die vorhan-denen Erfahrungen größtcnthcils bestätigt wird.
Möge daher der Moselwein in Zukunft mehr alsHcflmittel in den genannten Krankheiten beachtet wer-den , und seine Anwendung finden, die er vielleichtmehr, wie irgend ein anderer Wein verdient. Als eingelind wirkendes Mittel wird er bey ausgebildctem Zu-stande mancher dieser Krankheiten wohl nie sehr vielleisten, noch weniger sie ganz allein heben, kann selbstsehr oft wichtige Gegcnanzeigen,Knden, welche seinen