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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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In diesen Umständen findet denn auch sicher derzweckmäßige Genuß eines gesunden Weines seine Ent-schuldigungen , und cs kommt alsdann natürlich beyjeder Empfehlung eines solchen Getränkes hauptsächlichdarauf an , die Art und Weise der Bedingungen oderdiejenigen Regeln fcstznstellen, bcp deren Befolgungdasselbe nützlich oder am wenigsten schädlich für denmenschlichen Organismnö werden kann. Will der Menschdann nicht hören; warum fährt er denn fort, fragtFrank, auf die Acrzte zu schimpfen und ihnen mitPlinins nachzurufcn: Siche da! . . sie leben vonunserem Untergang! . . ?

Gesunde, starke Menschen bedürfen des Weinesüberhaupt nicht als Getränk; selbst nach geistigen undkörperlichen Anstrengungen wird er ihnen nicht noth-wendig, weil sich der daraus folgende Verlust der Kräftedurch einfache Nahrungsmittel, angemessene Ruhe,Schlaf, hinlänglich wieder ersetzt.

Sehr starke, geistige Weine werden solchen Consti-tutionen insgemein schädlich, besonders wenn sic sichan deren Genuß stark gewöhnen, indem sie ihnen als-dann sehr leicht eine Disposition zur Blutwallung, Hin-strömcn des Blutes nach denjenigen edlen Theilen,welche vermöge ihrer Funktion sehr viel Blut erhalten,daher besonders nach dem Gehirne und den Lungen,Anlage zu Entzündungen und Blutflüffen aller Artancignet.

Wollen solche Personen aber durchaus Wein trin-ken, so werden ihnen von allen Weinen noch am bestendie Moselweine aus der zwcyten und dritten Classc Zu-sagen, wenn sie dieselben in dem Maaßc genießen, daßsie durchaus nicht merklich erhitzen und sich nicht stets