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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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sind , immer über diese vom' Rausche zurückbleibendenunbedeutenden Beschwerden sehr verwundern, und siedaun mit denen von andern Weinen erzeugten gar nichtin Vergleich stellen können, woher denn auch wohl dieSage unter dem Volke kommen mag, daß der Rausch vomMoselwein nicht schade. Dazu kommt denn auch noch,daß er nicht so leicht widersteht, wie andere stärkere, be-sonders süßliche Weine, und selbst bey beträchtlich ge-nossener Menge immer noch denselben zu fernerm Ge-nüsse einladenden Reiz ansübt, auch nur im größtenUebermaaße wie alle andere, noch so angenehme Ge-tränke widerlich wird. Aus diesen Gründen ist er da-her als Getränk weit gesünder, wie alle südlichen,starken Weine, weil er weit weniger wie sie die ange-gebenen nachthciligen Folgen bey hänfigcrm Genüsse nachsich zieht, und ist als solches selbst dem, ihm sonst amnächsten stehenden Rheinweine vorznziehcn, weil dessenbessere Sorten zu stark und seine geringeren zu sauersind, crstere daher mehr die Wirkung der südlichen star-ken, letztere aber den schlechten Moselweinen entsprechen,welche durch ihre Säure so feindlich auf die Verdauungund Säftebereitung cinwirkcn.

Geht man diejenigen Gegenden durch, wohin un-ser ächtcr Obcrmoscler am häufigsten, aber auch Rhein-weine versendet werden, so vernimmt man nur eineStimme über den vor allen andern Weinen wohlbekom-mcndcn Genuß desselben. Dies ist besonders in Hol-land und den angrenzenden Niederlanden der Fall.Aerzte rathcn Gesunden, Kranken und Reconvalescen-tcn meist den Genuß des Moselweines an. Das besteZengniß aber gicbt ihm sein Vaterland. Obgleich esschon an sich sehr lobenswert!) und verdienstlich ist, ein