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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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kcrgähre, welche sich durch einen eigenen balsamischenGeruch und Geschmack zu erkennen giebr, der sich nichtwelch beschreiben, nur schmecken laßt, bcy der Destilla-tion wie das Aroma mit dem Weingeist übergeht, undbey dem Moselweine, dem sic vor asten andern Weinenwohl am meisten und angenehmsten angehört, sehr ge-wünscht wird. Diese Gähre schmeckt aber keineswegsnach Schiefer, so auf die Art, wie man cs mir demGrundgeschmack in Bezug aus den Boden, worauf derWein gewachsen ist, meint, sondern führt den Namenvon dem Gesteine, welches ihrer Erzeugung förderlich ist.

Auch giebt es unangenehme Gährcn, wie z. B. die,welche einen Harzgeschmack vcrräth. Oft werden dieseund ähnliche Gährcn ganz widerlich, z. B. in solchenWeinen, welche in Weinbergen, die stark mit Schaaf-mist gedüngt wurden, gewachsen sind.

Der Ausdruck Gähre, welchen Ritter als haupt-sächlich nur am Rheine gebräuchlich ausgicbt, umfaßtbey uns in der Obermoselgcgcnd, wo er vielleicht, daalle Weine eine Gähre haben, noch viel häufiger imGange ist, einen weit ausgedehnteren Begriff, und be-zeichnet nach unserer Meinung diejenige Eigcn'chaft derWeine, welche durch den Riechstoff derselben dem Gc-ruchsorgane mitgcrhcilt, und beym Kosten des Weinesauf.eine ähnliche, dem Ger' /., entsprechende Weise demGeschmack wahrnehmbar wird. Diese Aehnlichkcit desGeruchs und Geschmacks der Gäbre laßt sich durchgän-gig beym Weine so deutlich empfinden, wie die Kohlen-säure im Mineralwasser sich der Nase und Zunge alsein prickelnder Eindruck mittheilt.

Die Kohlensäure des Moselweines ist in Verbindungmit Alkohol der Träger des Aroma's, denn sie enthält