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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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Auflösung und Crystallisation reinen Weinstein mit we-niger wcinsteinsaurcr Kalkcrdc hcrgab. Die stärker»Weine lieferten im Durchschnitt den wenigsten Weinstein.

Das Gummi erhielt man ans den vom Weinsteinebcfreytcn Rückstände des Wcinertractcs vermittelst derPräcipitation durch Alkobol.

Der aus diesen Ertracten durch Aetzammonium er-haltene bedeutende Niederschlag wurde zum kleinstenTbeil in kochender Aetzkalilösung aufgclößt und verlieftsich ganz wie Thoncrdc. Die gleichfalls in denselbenenthaltene Talkcrdc bildete mit Schwefelsäure ein reinesBittersalz. So wurde auch durch die Einäscherung derWeincrtracte die Thonerde thcüs salzsauer, theils rein,die Talkerde aber kohlensauer erballcn.

Das schwcfcliaure Kali ließ sich aus den in Ascheverwandelten Weinertractcn durch Krystallisation vomKali des Weinsteins trennen.

Die Darstellung der Acpfcl - und Wcinstcinsäuregelang, indem die abgedampften nnd vom Weinsteinegereinigten Weine mit reiner Kalkcrde ncutralisirt unddas Kochsalz durch Abdampfen und Alkoholzusatz sämmt-lich niedergeschlagen nnd mit Schwefelsäure zerlegtwurde, wobcy durch vorsichtiges Abdampfen der abge-schiedenen Pflanzensäurcn die Wcinstcinsäure sich inKrystallform von der Acpfclsäure trennte. Letzterekonnte aber nie frey von färbendem Stoffe dargcstclltwerden.

Obgleich bey den besten Moselweinen vom Jahr1819 diese Säuren aufgefundcn wurden, so findet dochauch hier die Bemerkung wie bey der Essigsäure statt,daß geringere Jahrgänge, z. B. der Wein von 1818 de-ren in der Regel weit mehr besitzen.