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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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manchen Schriftstellern in gutem Sinne geredet, welchebehaupten: der Wein müsse Säure haben.

Ter Wein im Allgemeinen gicbt bey der Destilla-tion Weingeist, enthält dabey mehr oder weniger Was-ser, srcye Säure, und zwar Essigsäure, Weinstcinsäure,Acpfelsäure, Weinstein, Ertractivstoff und färbende Ma-terie, manchmal noch Zucker, Gummi, Eolla u. s. f.

Bon dem verschiedenen Verhältnisse dieser Stoffehangt die mannigfaltige Verschiedenheit dcr Weine ab.Der Most enthielt schon dieselben Stoffe, nur nochnicht Alkohol und mehr Schlcimzuckcr, weil aus demsel-ben dcr Alkohol entsteht.

Außerdem besitzt der Wein noch von dcr Gahrungzurückbehaltene Kohlensäure und einen Riechstoff (prin-cixium oclorum) von sehr verschiedener Art, der wahr-scheinlich aus mehreren flüchtigen Grundstoffen dcr Ve-getabilicn, Wasserstoff, Schwefel, Phosphor, Orygcnin verschiedenem Vcrhältniß zusammengesetzt ist, undder mannigfaltige verschiedene Geruch dcr Pflanzen undihrer Producte hangt aber davon ab, welche jenerGrundstoffe und in welchem Verhältnisse sie in dem ausden Pflanzentheilen sich entbindenden Riechstoffe ent-halten sind. Es gicbt also eigentlich nach dieser Ver-schiedenheit vielerley Riechstoffe. Dieser Riechstoff nun,der höchstwahrscheinlich wie bey andern Früchten, soauch bey den Trauben in deren Hülsen seinen Erzeu-gungs- und Aufbewahrungsort findet, ist bey den mei-sten guten Weinen vorzüglich aromatischer Art, undbesteht meist aus einem Znsammentreten gewisser, durchden Geruch und Geschmack nicht deutlich zu bestimmen-der gewürzhafter Theile, ist aber auch oft distinct aro-matischer Natur, schmeckt z. B. nach Zimmt, Nelken,