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Jedes der säubern, freundlichen Landhäuser ist vonfarbenprächtigen, duftenden Blumenbeeten, hellgrünenMatten und mächtigen Bäumen umschlossen. Dieeinzelnen Anwesen sind zumeist durch einen breiten,mit klarem Wasser gefüllten Graben von einandergetrennt. An nur wenigen Stellen dieser Land-strasse ist man auf einige Minuten den Sonnen-strahlen ausgesetzt. Hier ist das Radfahren eineungetrübte Freude; die Fahrt auf dieser Strassebietet wahre Hochgenüsse landschaftlicher Lieblich-keit, die an Beiz denen am Mittelrhein, in denschweizerischen Gebirgsregionen und an den Gestadendes Mittelländischen Meeres in ihrer Eigenart nichtnachstelm. Wie muss man hier den Eisenbahn-reisenden bedauern, der von alledem nichts sieht,dem der Anblick dieser herrlichen Entfaltung derNatur vorenthalten, oder nur bei grossem Aufwandan Geld und Zeit zugänglich ist. Durch mehrerefreundliche Dörfer ging die Fahrt weiter bis nachRhenen, einer kleinen säubern Ortschaft mit schönerKirche am Neder-Rhyn, wo ich gegen Abend ankamund einen Gasthof aufsuchte.
Nachdem ich mir mein vortreffliches Abendessen,welches sogar für Holländer, pardon. für zwei Personengereicht hätte, nach den Anstrengungen des Tagesaufs beste hatte munden lassen, machte ich einenRundgang durch die stillen Strassen des Dorfes.Als mein Blick über den mondbeglänzten Wasser-spiegel des Rheines in die Feme zu den bewaldetenHügeln hinüberschweifte, erblickte ich am Horizonteine jäh aufflackernde Glut, die zusehends grösserwm’de. Nach kaum einer halben Stunde ward die-selbe durch den Wind zu einem lodernden Feuer-in eer entfacht, dessen roter Schein sich in weitemKreise am Abendhimmel wiederspiegelte. — Wie