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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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zum ersten Male zur Aufführung gebracht zu haben,sondern grossen Anteil bat dieses Kunstinstitut auchan dem Erfolge Richard Wagners, dessen Werkedort in der schwersten Zeit seiner dornenreichenKünstierlaufbalm vollauf gewürdigt wurden und eindankbares Publikum fanden. Der Bahnhof und an-dere hübsche öffentliche Gebäude schmücken diedurch ihre einförmige Anlage ermüdend wirkende Stadt.Die grossartigen Hafenanlagcn verdienen als ganzbesonders interessant hervorgehoben zu werden.

Uber die mächtige, 1865 68 erbaute Khein-brücke gelangte ich nach Ludwigshafen, der in star-ker Entwickelung begriffenen. 29 000 Einwohnerzählenden Schwesterstadt Mannheims, am jenseitigen,bayrisch-pfälzischen Ufer des Rheines. Von dortging die Fahrt in 3 /. t Stunden auf schöner, ebenerStrasse durch üppige Weinpflanzungen und obstreiche'Wiesengelände nach Frankenthal, einem industrie-reichen Orte aus dem XVI. Jahrhundert.

Etwa 10 km nördlich von Frankenthal liegt dasalte Worms mit 25000 Einwohnern. In der Ge-schichte unseres Vaterlandes spielt die von den Römernangelegte Stadt eine bedeutende Rolle; bereits431 war sie Residenz der burgundischen und späterzeitweise Sitz der fränkischen Könige. Im Jahre1495 verhandelte Kaiser Maximilian I. in Wormsüber den Ewigen Landfrieden, und 1521 begründeteMartin Luther hier vor dem versammelten Reichstageseine Thesen.

Die Mordbrenner des Franzosenkönigs Lud wigs XVI.verwüsteten die Stadt 1689 von Grund auf, der grauen-haftenZerstörung entgingen nur einige Kirchen undwenige Gebäude. Sehenswert sind der schöne Dom, dieLiebfrauen- und die Pauluskirche. Das grossartigeLutherdenkmal mit zahlreichen Bronzereliefs und den