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und das Denkmal König Karls mit der KöniginOlga.
Um einen Uebcrblick über die Stadt zu gewinnen,unternahm ich den überaus lohnenden Spaziergangnach dem 230 m über der Stadt gelegenen Ausflugs-punkte .Degerloch, den ein Aussichtsturm krönt.Von dort aus fuhr ich mit der Zahnradbahn zurückin die Stadt, wo mir in frohem Künstlerkreise einköstlicher Neckarwein kredenzt wurde.
Alte, liehe Freunde, die ich vor Jahren in derSchweiz und in München kennen gelernt hatte, sahich hier zum ersten Male wieder. JH eitere Episoden ausunsern Flattcrjnhren und sonnige Tage aus des Le-hens Maien tauchten hei dieser Gelegenheit mit allerILebendigkeit in meinem Gedächtnisse auf. Doch wiemanches hat sich in wenigen Jahren geändert! 0tempora, o mores! möchte man ausrufen. wenn mansieht, wie aus einem lustigen Springinsfeld in sokurzer Zeit ein eingefleischter Philister oder ein vonWeltschmerz und Pessimismus angehauchter Melan-choliker geworden ist. Aber mancher Jüngling isteben dazu veranlagt, die Metamorphose des Schmetter-lings rückwärts durchzumachen. Die meisten Luft-schlösser, die dem eben dem Gymnasium entsprungenenFiichslein vorsehweben. gehen allerdings schon so bald inTrümmer, und die Walmgehilde der Überschweng-lichkeit zertliessen in leeres Nichts. JVas man früherim rosigen Lichte des Optimismus geschaut, davonbleibt nach einer kleinen Spanne Zeit in der Kegelweiter nichts übrig, als ein einförmiges Gemälde Grauin Grau.
Am nächsten Tage war das Wetter schöner alszuvor, und frohen Mutes bestieg ich aufs neue meinblitzblank geputztes Rad und auf schlechter Neben-strasse gings im Norden von Stuttgart hinauf nach
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