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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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besondere Beachtung verdient. Eine Stunde nördlichvon Göppingen liegt das Dorf Hohenstaufen mit denarmseligen Ruinen der ehemaligen stolzen Stammburgdes mächtigen Kaisergeschlechtes der Hohenstaufen.

Die 33 km lange Strasse von Göppingen nachEsslingen ist ziemlich eben und gut gedeckt. Durchdie unbedeutenden Ortschaften Ebersbach, Reichenbachund Piochlingen, in denen kaum etwas von Bedeutungzu sehen ist, fuhr ich weiter und langte nach ca.27 2 ständiger Eahrt in Esslingen an, wo icli einemBekannten zu liebe für heute zu bleiben beschloss.Nach der anstrengenden Eahrt des Tages war ichziemlich müde geworden; trotzdem unternahm ichaber noch einen Spaziergang durch die schönenRebengelände am nördlichen Bergabhange, den diealte Burg Perfried mit dem Dicken Turme krönt.Von hier aus geniesst man einen schönen Ausblickauf das Neckarthal und die Stadt mit ihren umfang-reichen Fabrikanlagen. Esslingen liegt 231 m hochund hat 24000 Einwohner. Die Stadt ist einer dergewerbreichsten Id ätze Schwabens; ihre Erzeugnissesind vorzugsweise Stahl- und Blechwaaren, sowie gute,moussirende Neckarweine. Sehenswert ist die alte,in reinstem gotischem Stile aufgeführte Frauenkirchemit hübschen -Malereien und Reliefbildern. DieStadtkirche, das alte Rathaus aus dem Jahre 1430mit dem reichsstädtischen Wappen und einem kunst-vollen Uhrwerk, sowie der Wolfsturm sind fernerhinbeachtenswert. In Gesellschaft eines alten Freundes,verbrachte ich den Abend und begab mich zeitigzur lduhe.

Nachdem ich am nächsten Morgen von Esslingen12 km westwärts zurückgelegt hatte, langte ich inCannstadt, der industriereichen 23000 Einwohnerzählenden Vorstadt von Stuttgart an. Die malerische