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seinen Anfang nimmt Der Urner See gilt für denschönsten aller Schweizer Seen. Fast senkrecht ragendie stolzen ßergriesen aus dem stets bewegten,smaragdgrünen AVasserspiegel empor. Im Hinter-gründe gen Fluelen begrenzen die mächtigen Gletscherdes Urirotstock und anderer Bergriesen das tiefeBlau des Himmels.
Gegenüber Brunnen am jenseitigen Ufer des Seesragt an der scharfen Bergkante ein 25 m hoher.Felskegel, der Mythen- oder Schillerstein aus demSee empor. Als im Jahre 1859 alle Welt, soweitdie deutsche Zunge klingt, den hundertjährigenGeburtstag des deutschen Dichterfürsten Friedlichvon Schiller festlich feierte, trafen hier am Mythensteindie Männer der Urkantone Schwyz, Uri und Unter-walden zusammen und weihten diesen Felsen demedlen Dichter Deutschlands. Mit weithin sichtbarengohlnen Lettern Hessen sie in denselben die Inschrifteingraben: „Dem Sänger Teils, F. Schiller. DieUrkantone 1859“. Ein herrliches Denkmal habendie Schweizer dem Sänger des schönsten aller Freiheits-lieder durch diese That gesetzt, und mit Hecht, wares doch unser Schiller, der die wundervollen Gestadedes Vierwaldstätter Sees mit dem Zauber duftenderRomantik und unsterblicher Poesie umwoben hat.Durch seine klassische Einfachheit überragt das Denk-mal in Bezug auf idealen Wert selbst die kunstvollenMonumente, die die Städte dem Dichter gesetzt undwahrscheinlich wird es sie auch überdauern.
Jn der Nähe des Mythensteins, unterhalb Selisberg,liegt das Rütli, eine schöne blumenreiche Alm, aufder die dreinnddreissig Männer der Urkantone derSage nach beim Tagesgrauen des S. November 1307den Eid unverbrüchlicher Treue zu einander schworen.Das Rütli ist mit dem in altschweizerischer Holz-