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und die Bergbäche zu reissenden Strömen angeschwollenwaren. In der Mittagsstunde dieses verhängnisvollenTages sali man vom Thale aus, wie sich andem 1563 m hohen Guypen, dem westlichen Gipfeldes Rossberges, grosse Erdspalten bildeten, wodurchhin und wieder Steine in Bewegung gerieten und inden nahen Wald hinabrollten. .Plötzlich aber, umfünf Uhr nachmittags, schreibt ein Überlebender, „wurdedie Erde lebendig“, ein Teil des Berges wurde wievon einer in seinem Inneren wirkenden Gewaltgehoben, und stürzte, Wald und Dörfer, Menschenund Tiere unter sich begrabend, zu Thale. Einfurchtbares Tosen, markerschütterndes Krachen, demDonner ähnlich, erfüllte die von rötlichblauen Staub-wolken verdunkelte Atmosphäre. Eine grauenvolleStille folgte der Katastrophe, und nachdem der Windden Staub weiter getragen hatte, bot sich den herbei-geeilten Einwohnern der Nachbardörfer ein herz-zerreissendes Bild. Die blühenden Auen, der schöneWald, die säubern, trauten Häuslein waren ver-schwunden, und mit ihnen 457 Menschen, in derenAdern noch vor einer halben Stunde frisches Lebenpulsierte. Ausser diesen ging fast der gesamte Vieh-bestand der betroffenen Dörfer zu gründe, und mancheTouristen, die morgens früh zu einer Tagestour insGebirge hinausgezogen waren, sah man niemals wieder,sie alle hatte das traurige Verhängnis jählings mitsich fortgerissen in finstere Todesnacht.
Doch nun fort mit diesen Gedanken, es hatte nichtanders kommen sollen, gegen die entfesselten, brutalenNaturgewalten kann der arme Mensch nicht ankämpfen,er ist ihnen meist schutzlos preisgegeben. OhneErbarmen zerschmettert die Natur in wenigen Minuten,was sie zärtlich an ihrem Busen gehegt; Menschen-kindei - , die ihr freudig entgegengejubelt, teilen dasselbe