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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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stolze französische Dynastie ungefähr hundert Jahrespäter, sie ward von ihrem eigenen Volke in den Kotgezerrt, und Ludwig der XVI. biisste auf demSchaffet für die Frevel seiner Vorfahren. Das fran-zösische Volk schlug sich mit der Revolution tiefeWunden ins eigene Fleisch, die heute noch nichtvernarbt sind. Dafür, dass der korsische UsurpatorNapoleon I. später unser Land und fast ganz Europamit Krieg überzogen, Ströme Blutes und ein Meervon Thränen erzeugt, hat er sein Leben in der Ein-samkeit St. Helenas beschlossen müssen. Nochwar die Rache nicht erschöpft, nochmals wandte imJahre 1870 ein französischer Machthaber seinen Blicknach Osten, nochmals suchte er seinen Erbfeind,das deutsche Volk, zu demütigen, ihm das schöne'Rheinland und unter Umständen auch noch einmaldie Perle Badens zu cntreissen. Doch dieses Malvollendete der Rachegott sein "Werk; .Frankreichwurde zerschmettert und damit ward den Franzosenalles das vergolten, was sie im Laufe der Jahrhundertein deutschen Landen verbrochen. Mit welcher Be-friedigung, mit welchem Stolze würden die Ruinendes Heidelberger Schlosses und die Überreste allerder am Rheine durch die Franzosen zerstörten Burgenauf das erstarkte und verjüngte Deutschland her-niederblicken. wenn sie der Zeit und den Ereignissenhätten folgen können!

Das Heidelberger Schloss liegt 179 m über demNeckar auf einem bewaldeten Vorsprung des Königs-stuhls. Es ist die schönste und grossartigste RuineDeutschlands, ein herrliches Denkmal deutscher Ar-chitektur. Das gesamte Bauwerk setzt sich ausverschiedenen Palästen zusammen; vor allen bewundernwir den schönen, im Stile deutscher Friihronaissance155(1 errichteten Otto-Hoinrichsbau, ferner den ein-