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kahlen Zwischenwände in ihrem oberen Teile mit gleichge-formten Rahmen versehen. Echtes Material kam nur in denhohen marmornen Säulenpostamenten und Kaminen zur Ver-wendung, während die Säulen selbst aus Stuck gebildet sindund messingene resp. bronzierte Basen und Kapitelle zeigen.Die nüchterne Wirkung, die der Raum heutzutage in seinerzerstreuten Farbenstimmung ausübt, kann dem Erbauer nichtzur Last gelegt werden; denn wir wissen, dass ein reicherSchmuck der Wände vorgesehen war . 1 ln drei Reihen hingenehedem die Gemälde übereinander: über den noch jetzt vor-handenen kleinen Wandtischchen waren in prächtigen Stuck-rahmen die Familienbilder angebracht, darüber mythologischeSzenen, durch Kartuschen verbunden mit den ovalen oberenGemälden. Im Zwischenraum zwischen diesen letzteren unddem abwechselnd rundbogig und geschweift gebildeten Wand-abschluss baute sich ein trophäenartiges Schmuckstück auf.Ausserdem gewahrte man über den beiden seitlichen Kaminen mitihren schweren Stuckaufsätzen zwei grosse Bilder in Hochformat.— Dieser fast überreiche Wandschmuck stand im Einklang mit derüberladenen Ausschmückung des Deckengewölbes, das mit Stuckund Freskomalerei ausgeziert ist.
Eine scharf ausgesprochene Trennung zwischen Decke undWand durch ein rings umlaufendes Kranzgesims (Corniche),wie sie die französischen Theoretiker für unerlässlich hielten,fehlt. Die Decke ruht nach Art der Hängekuppel auf den,zwischen den einzelnen Gebälkstücken gespannten Bögen, durchwelche die Last der Decke scheinbar auf die tragenden Stützenübergeleitet wird. — Auf den weit vorspringenden Konsolen-gesimsen des Gebälks ruhen bronzierte Gipsfiguren (Jahres-zeiten?) und schildtragende Putten. Bei Ausschmückung derHohlkehle kommt Malerei und Stuckplastik zu reichster Ver-wendung : vier grössere allegorische Gruppen (Weisheit, Ge-rechtigkeit, Tugend, Liebe) nehmen die Mitte ein, die übrigeFläche ist mit den schon bekannten Motiven bis zum Ueber-druss ausgestattet, wobei die farbige Wirkung leider heutzu-tage durch die aufdringliche Bronzierung der Vasen und das
1 s. Kleiner. 1. c.