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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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Unmöglichkeit, ein so stattliches Bauwerk in wenigen Monatenaufzuführen, der Gedanke auf, es habe sich zunächst nur umein Provisorium, vielleicht um einen Umbau der alten Kirchegehandelt. Bei dem späteren vollständigen Neubau kann dannsehr wohl, wie die Oberamtsbeschreibung berichtet, BalthasarNeumann die Pläne geschaffen haben. Zu seiner freienSchaffensart hat die gewaltige Hallenkirche die in ihren be-deutenden Grössenverhältnissen bei kunstreichstem Wölbungs-system 1 einen ungemein heiteren Eindruck macht, auchviel mehr Beziehungen, wie zu der schweren BauweiseJoh. Leonhard Dientzenhofers. Geweiht wurde die Kirche imJahre 1727. An ihrer Innenausschmückung waren beteiligtder Freskomaler Columba und ein Stuckateur Johann Bauer.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass für die Charakteristikdes Baumeisters Johann Leonhard Dientzenhofer dieSchönthaler Klosterbauten kaum zu verwerten sind, in der all-gemeinen Disposition der Massen konnte er sich überdies andie bestehende Anlage halten, (s. die Abbildung in der Ober-amtsbeschreibung.)

III.

Die bischöfliche Residenz in Bamberg,Langgass-Kaserne und Thor.

Das Hauptwerk Johann Leonhard Dientzenhofers, dem erzumeist seine ehrenvolle Stellung in der Bamberger Lokalge-schichte zu verdanken hat, ist die dortige kgl. Residenz, 2 die

1 Es ist zusammengesetzt aus 25 Kuppeln.

2 Litteratur: Fr. Leist, die Residenz in Bamberg u. d. BaumeisterJ. J. M. Küchel. Bamberg 1889. Beilage zum 51. Bericht des histor. VereinsBamberg. (Abdruck aus den Bamberger Neuesten Nachrichten). Jung,Mitteilungen über den Bau der Residenz zu Bamberg. 45. Jahr. Ber. d. hist.Vereins 1882. — Re sch, Manuskript über den Residenzbau (kgl. Kreis-archiv).

Quellen: Die Akten des k. Kreisarchivs Bamberg, die Erbauungder Residenz betreffend. (Historischer Katalog Nr. 66 und 71.)