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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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Einleitung.

Von der Höhe des Bamberger Petersberges ragt, weithinsichtbar und das Stadtbild bestimmend, der majestätische DomHeinrichs II.; zu seinen Füssen lagert in breiter Masse, einHüter des an vertrauten Hortes, der stattliche Bau der ehe-mals fürstbischöflichen Residenz.

Hehr und gewaltig ist die Sprache, die aus diesenWerken zu uns spricht; beredter als Chronik und Urkundenerzählen sie aus Bambergs stolzer Vergangenheit, und inmarkigen Zügen entrollen sie ein Bild der Geschichte desBistums, von der glanzvollen Epoche höchster kirchlicherMacht bis zu den Zeiten, in welchen das geistliche Fürsten-tum in äusserlich weltlichem Prunk Befriedigung und Trostfür den Untergang seiner politischen Bedeutung suchte. Soumgrenzen Dom und Residenz gleichsam als die beiden mo-numentalen Pole den Entwicklungsgang des Bistums.

Aber nicht nur in politischer Beziehung können sie alsdie Wahrzeichen der Stadt gelten; sie sind auch die Mark-steine in der Geschichte seiner bildenden Künste. Denn inihnen spiegeln sich die beiden Blüteperioden wieder, in denensich die Bamberger Kunst zu führender Stellung im Frankenlandemporgearbeitet hat.

In der Zeit des Ueberganges von der romanischen Stil-epoche zur Herrschaft der gothischen Bauweise ersteht — eingothischer Gedanke in romanischer Umhüllung — der ge-waltige Dom in neuer herrlicher Gestaltung. Alle die grossenBestrebungen der vorangehenden romanischen Bauperioden ’

1 S. B. Riehl, Denkmale frühmittelalterlicher Baukunst. 1888. S. 131 ff.