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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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die Erbauung desselben in die Jahre 1727—40 fällt, so kommtals Baumeister weder Joh. Leonh. noch Joh. D. in Frage; esgewinnt vielmehr den Anschein, als ob die Angabe Webers 1richtiger sei, der die Anlage dem Johann Heinrich (d. h. demJustus Heinrich Dientzenhofer) eventuell auch dem Konrad Fink,einem Obergesellen Neumann’s, zuweist. Die Hauptschauseitenach der Michelskirche ist dem üblichen Schema gemäss in derMitte durch einen überhöhten Giebelbau belebt, der von joni-schen Pilastern eingefasst ist.

Ein näheres Eingehen auf alle diese Bauten erscheint beiihrem unbedeutenden Charakter nicht geboten.

VI.

Der Dom in Fulda und die sonstigen Fuldaer

Bauten.

Dem Fremden, der aus fränkischen Landen kommend dieStrassen der ehedem gefürsteten Abtei Fulda durchschreitet,wird eine gewisse Aehnlichkeit des Strassenbildes mit den umdie Wende des 17. Jahrhunderts geschaffenen Stadtteilen vonBamberg auffallen. Dieselben einfachen, soliden Sandsteinhäuser,in denen ein bescheidener Wohlstand sich äussert, dieselbeEinheitlichkeit in ihrer zeitlichen Entstehung, dieselbe ermü-dende Wiederholung eines und desselben Facadenschemastreten ihm hier wie dort in gleich eintöniger Weise entgegen.Aber während in Bamberg wenigstens in den Hauptstrassen aneinigen Privatgebäuden eine reichere Architektur zur Entfaltungkam und in der Bokokoperiode eine erfreuliche Fortentwicke-lung stattgefunden hat, blieb Fulda auf dem einmal einge-schlagenen Wege stehen : wir haben dort heute noch ein ge-schlossenes Bild vom Stande der Baukunst am Anfang des 18.Jahrhunderts vor uns.

1 H. Weber, Die ehemalige Benediktinerpropstei St. Getreu. Kalenderfür katholische Christen, Sulzbacli 1885.