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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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den umgebenden Korridoren hersteilen. Zwei unbedeutende, inihrer Anordnung korrespondierende Treppenanlagen führen indas zweite Geschoss, dessen wichtigste Räume, der ehemaligeSaal und die Kapelle, wenig von ihrem ursprünglichen Schmuckerhalten zeigen. Interessant erscheint die Wölbungsart derletzteren, die im Prinzip das Banzer System wiederholt . 1 DieRippen des Gewölbes ruhen auf über Eck gestellten Wider-lagern, deren Mauermasse durch kleine Statuennischen belebtist. Sonst bietet die Anlage in ihrer derbmassiven Ausführungnichts Bemerkenswertes.

In ähnlich einfachen Formen dürfte wohl auch «derDermbacher Bau ein kleines Schloss in Hufeisenform»gehalten sein, das, nach der mitgeteilten Abrechnung zuschliessen, gleichfalls von Dientzenhofer erbaut ist.

VII.

Schloss Weissenstein ob Pommersfelden.

«Kund und zue wissen seye, dass heut dato zwischen demhochwürdigsten Fürsten und Herrn, Herrn FranciscoL o t h a r i o des heyl. Stuhls zu Mayntz Ertzbischoffen, desheyl. Röm. Reichs durch Germanien Ertz-Cantzlern undChurfürsten etc., Bischoffen zu Bamberg Und anderseyts J o-hann D i n z e n h o f f e r Sr. churfürstl. Gnaden hoffbau-meistern. zue Bamberg folgender Contrakt seye geschlossenworden wegen dem Mauerwerckh undt hierunten wohl benenn-ten steinhauerarbeith belangend den rechten fliegel mit beedenPavillon biss ahn die haubt-Stiegen derselben seytenmauermit begriffen, in dem neuen Pommersfelder

1 Vergl. auch Gurlitt, Barock in Italien. Kig. 198. St. Antonio Abatezu Parma.

Litteratur: Joseph Heller, Schloss Weissenstein ob Pommersfelden,in : «Das Königreich Bayern in seinen Schönheiten».

Quellen: Akten der Repositur d. gräfl. Schönborn’schen DomänenamtsPommersfelden: 1. Pommersfeldener Amtsberichte und Rescripta, y. Aus-gabenverrechnungen, B. einige lose Kontrakte.