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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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ausspringenden Eckverstärkungen und reiche Profilierung; Po-stamente über denselben scheinen ehemals plastischen Schmuckähnlich den Pommersfeldener Thüraufsätzen getragen zu haben.Bei dem Brunnen im Hofe finden sich dieselben derben Formenwie bei den bereits erwähnten in der Langgasskaserne. DieErbauung des Schlosses, dessen Pläne 1695 gefertigt sein sollen,fällt in die letzten Jahre des 17. Jahrhunderts.

V.

Benediktiner-Kloster Banz und dieBamberger Klöster.

An den zwei grösseren Bauten, welche Joh. Leonh. Dientzen-hofer für den Benediktinerorden auszuführen hatte, Kloster Banzund Michelsberg in Bamberg, ist von vornherein jeglicher Ver-such einer künstlerischen Ausgestaltung unterblieben. Es sindeinfache, schmucklose Nutzbauten, die, auf freien Anhöhen inbreiten Massen hingelagert, nur durch ihre prächtige Lage zueiner gewissen monumentalen Wirkung gelangen. Das Ver-dienst des Baumeisters liegt hiebei ausschliesslich auf dertechnischen Seite, in der soliden Bauweise, in der geschickten,mit dem gegebenen Terrain rechnenden Gruppierung der Bau-massen und in der Zweckmässigkeit der Innendisposition.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, erscheint zunächstder Umbau des Klosters Banz * 1 bei Lichtenfels als nichtgeringe bauliche Leistung.

Von dem äusseren Umfang, welchen die Anlage im Laufeihrer schicksalsschweren Geschichte 2 bis zu den Zeiten Dientzen-

Litteratur : Theodori, Geschichte und Beschreibung des SchlossesBanz. 2. Aufl. München 1857 u. die dort citierte Litteratur.

Quellen: K. A. Bamberg, Missivbucli des Klosters Banz 1701—20.Acta: Prälat in Banz ca. Dientzenhofer’schen Erben 1748.

1 Jetzt herzoglich bayrisches Schloss.

2 Wir hören von einem ersten Umbau des zum Kloster eingerichtetenehemaligen Schlosses im Anfang d. 14. Jahrhunderts. Zu Beginn des 16.