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Die Darstellung der vier Weltteile ist besonders beliebt. Nachdem Inventar ist in Pommersfelden dargestellt, «wie die Sonnedie Weid also die Tugend die Menschen zieret, welches durchdie vier theill der weld und des Firmaments in mehr als 100Figuren sehr laborios in fresco vorgestellet». Leider wird diegeschickte Komposition und Zeichnung durch allzu grelle Farbenbeeinträchtigt.
Beim Austritt zum obersten Treppenpodest erweitert sichder umlaufende Gang zu einer halbovalen tiefen Nische (Tafel22), welche durch ein zusammenfassendes ganzovales Kuppel-gewölbe zu einer Art Vorsaal ausgestaltet ist und auch in ihrerentsprechend reicheren Ausstattung deutlich diese Bestimmungverrät. An der Bückwand durch gepaarte Pilaster und Statuen-nischen gegliedert, trägt der kleine Raum an Hohlkehle undDecke die reichsten Stuckverzierungen : in festlichem Geprängehängen, von schwebenden Genien und Putten gehalten, Drapie-rungen und Guirlanden von der Decke herab, deren im Ovalsich öffnendes Mittelfeld vom obersten Treppenpodest auseinen reizvollen Durchblick auf ein an der Rückwand des Ober-geschosses angebrachtes, sonst nicht sichtbares Fresko gewährt.Durch solche künstliche Spielereien, die wohl von der Altar-ausstattung übernommen sind, sollte der Eintretende überraschtwerden; durch die Büste des Schlossherrn, die über der Supra-porte der Saalthüre angebracht ist, ward ihm der erste Will-kommgruss geboten. In den mit köstlich feiner Ornamentationversehenen Nischen haben Statuen antiker Gottheiten Aufstellunggefunden, die in ihrer schematischen Durchbildung keinen selb-ständigen künstlerischen Wert beanspruchen, sondern sich demarchitektonischen Gesammtbild unterordnen.
Nach der abgeglichenen Pracht des Treppenhauses wirktdie aufdringliche unruhige Architektur des grossen Marmor-saales (Tafel 23), in den man vom Vorsaal gelangt, wenigerfreulich. Die Gliederung der Längswand in Vor- und Rück-lagen kommt kaum zur Geltung; sie scheint fast nur zu demZwecke angeordnet, um die Tiefe für die Säulenstellungen zugewinnen, die zusammen mit den vier Ecksäulen und denflachen Pilastern die Wände in schmale Streifen zerlegen. Ent-sprechend den ovalen Fenstern der Gartenfront sind diese