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liehsten Schöpfungen des grossen Meisters. Innen als runderKuppelraum durchgebildet ist er durch acht im Wechsel tra-pezförmige und abgerundete Fensternischen gegliedert. DenPfeilern sind auf hohen Stylobaten Säulen als Träger einesreich gegliederten Gebälks vorgelagert. Die Kuppel, durch vierStichkappenfenster erhellt, ist mit den reizendsten Stuckorna-menten geschmückt, welche (ca. 1730 vollendet) 1 noch denCharakter des Bandstils zeigen; erst später geht Neumann zuden ausgesprochenen Rokokoformen über. Das Aeussere, poly-gon, in schönem roten Sandstein erbaut, ist durch Eckpilastergegliedert; eine Attika krönt das Dach. Die Laterne ist inForm eines kleinen offenen Rundtempels gebildet, dessen kom-posite Säulen starke Schwellung zeigen.
Wie so oft, treffen wir auch an diesem Werke die NamenDientzenhofer und Neumann vereint an. Aber in keinem ihrerBauten tritt uns so klar die Verwandtschaft ihrer Kunstw r eiseentgegen; während jedoch in Johann Dientzenhofer’s Lebens-werk die Entwürfe für Holzkirchen den Höhepunkt seinerLeistungsfähigkeit bedeuten, gehört die Neumann’sche Schöpfungder ersten Schaffensperiode des jüngeren Meisters an.
IX.
Privatgebäude : Concordia und Prellhaus(a. Judengasse 14).
Mit den besprochenen Werken des Schloss-, Kloster- undKirchenbaues ist natürlich die Lebensarbeit der beiden Baumeisternoch nicht erschöpft; in welchem Umfange sie sich auch im DienstePrivater bethätigt haben, lässt sich jedoch nur schwer mehr akten-mässig nachweisen. Die lokale Tradition, aufgezeichnet bei Jäckim Pantheon der Litteraten und Künstler Bambergs, w T eist dem
1 Vergl. Amrliein, Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters Holz-kirchen. 38. Band des Archivs des historischen Vereins von Unterfrankenund Aschaffenburg. Würzburg 1896.