von Cronach geliefert; der Maler Joh. Jak. Gebhard und seineGesellen rücken an. Die Erbauung und Vollendung des T rep-penhauses fällt in das Jahr 17 15. Es ergibt sich dasmit Bestimmtheit aus einem Bericht vom 28. Juni 1715, inwelchem es heisst : die schafft von denen stiegenseulen seyndtvöllig canullirt, seyndt sehr schön und noch ziemlich starckanzusehen, massen der diameter noch 19 Zoll haltet, diepfeiler aber, worauff die stiegen und seulen zu stehen kommenseyndt dato nur 4 biss 5 schuh ausser dem fundament undwirdt demnach mit völligem aussmauern dieser pfeiler, gewöl-bung der stiegen, aufrichtung deren seulen undt nebengängenumb die stiegen soviel Zeit hingebracht werdten, dass schwer-lich vor endt des Augusti an der Stuckatur in der stiegen deranfang zu machen seyn wirdt.'
Der Beginn des Treppenausbaues hatte natürlich zur Vor-aussetzung, dass der Baum bereits unter Dach* stand. Auchdie Aussenarchitektur des Mittelbaus ging ihrer Vollendungentgegen, wie aus einem Schreiben des Kurfürsten (von 1715,2. Juli) erhellt, das die Hoffnung ausspricht, dass man mit der«frontispice undt Setzung des Ghefrons» allschont fertig sei.Desgleichen wünscht der Bauherr bei seiner Ankunft im Au-gust die Sala terrena (den Grottensaal im Erdgeschoss) fertiggewölbt zu sehen.
Zu gleicher Zeit hatte man, vom April des Jahres 1715 an
1 Diesem klaren Bericht steht eine von Keller (1. c. S. 105) beige-zogene Stelle eines Neumann’sclien Briefes vom 30. Sept. 1736 gegenüber,die bei flüchtiger Betrachtung den Gedanken an eine spätere Umänderungdurch Neumann aufkommen lässt; es heisst darin: Uebersende untertliänigstdie Pommersfelter riss neben den in bley gezeichneten mittleren liaubt-stiegen; wann der form dieser liaubtstiegen gnädigst beliebet, so wollteich selbene in grösseres Mass mit den Cabinet unter der stigen und blatzmit dem übrigen Ziratli auszeichnen». Aus den vorhandenen Akten (Be-richt v. 27. Juli 1736 und Kontrakt vom 20. Mai 1736) ergibt sich jedoch,dass es sich hier um die liaubtstiege der unteren Garten-Terrasse handelte,die im nächsten Jahre 1737 durch den Bamberger Maurermeister Dennevielausgeführt wurde. Der Ausdruck Kabinet ist auch in der Gartenarchitekturgebräuchlich. Vergl. Joh. Dav. Fülcken, Neue Gartenlust. Verlegt v. Pfeffelin Augsburg.
2 Der erwähnte Bericht v. 28. Juni 1715 hebt rühmend das «tachüber den saal und stiegen» hervor, «welches W'egen des gutten Verbindtensundt allzu sichern henclcwerks von allen bauverständigen billig war einChef d’oeuvre zu halten».