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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
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Nitschke (vom 21. April 1711), dass D. zur Vorbesprechungnach Frankfurt befohlen worden war.

ln Pommersf'elden ist der Baumeister erstmals am 20. April1711 anwesend, zum Zwecke der Absteckung des neuenSchlossbaues. Es kann nun allerdings nicht mit Sicherheit fest-gestellt werden, ob es sich damals schon um den grossenSchlossbau handelte ; denn ein Teil der Vorverhandlungen undVerträge bezieht sich zweifellos auf den Neubau des unterenalten Truchsessenschlosses im Dorfe Pommers-felden ; ja es scheint, dass der Kurfürst ursprünglich nur einenUmbau dieser im Typus des quadratischen Wasserschlossesgehaltenen Anlage beabsichtigte, und erst als sich herausstellte,dass die schlechte Beschaffenheit der Fundamente einen totalenNeubau erforderte, auf den Gedanken kam, «erwähntes gebäunicht dieser orthen hin, sondern lieber an einem andern Platzzu P. zu errichten» 1 und zwar «in ganz anderen mesures».

Mit dieser Annahme stimmt überein, dass der Baubetriebam unteren Schloss, das im März 1711 bereits zur Hälfte ein-getragen war und mit dessen schwieriger neuer Fundamen-tierung 2 man schon begonnen hatte, zunächst wieder einge-stellt wurde. Erst im Jahre 1723, nach Erledigung langwierigerLehensauseinandersetzungen mit dem Bayreuther Hof, wird dieArbeit mit der weiteren Abhebung des alten Baues 3 wiederaufgenommen, und dann ziemlich rasch von Johann Dientzen-hofer zu Ende geführt. Heute stehen nur noch die Fundamentedes einfachen Baues, der vor einigen Jahren eingelegt wurde;eine vorhandene Rechnung des Estrichschlagers 4 gibt über dieEinteilung und Grössenverhältnisse Auskunft.

So beziehen sich denn wahrscheinlich auch die ersten vor-

1 Brief a. d. Vizekanzler von 1711, 24. März.

2 Bericht von 1711, 17. April. Man beruft Bergleute aus Kupferberg,«weil auch die fundamenter so dieff in morast müssen gesetzt werden, sowerden diese leut wohl zu pass kommen als welche mit dem wasser ab-leuten, durchschneiden, schacht machen, ausfahren u. dgl. wohl verständigund Erfahren sein. Heller bezieht diese Notiz auf den oberen Bau.

3 Bericht des Oberstallmeisters Botenhan vom 21. Aug. 1723. Vergl.dagegen die falsche Nachricht bei Heller: Pommersfelden (in das KönigreichBayern in seinen Schönheiten).

•> Bei den Kechnungen des Jahres 1724.