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zu können. Flau und kraftlos baut sich die Fagade in wenigglücklichen Verhältnissen auf und vermag mit ihrer schema-tischen Ausgestaltung heutzutage nur bedingtes Interesse zu er-regen. Bedeutender ist die Innenentwicklung des Langhauses, 1das, aus drei grossen Kreuzgewölben zusammengesetzt, dieübliche Auflösung der Seitenwände in schmale Kapellennischenzeigt. Das konstruktive Gerüst ist mit breiten Stuckpilastern ver-kleidet, die, paarweise gekuppelt, reich profilierte Abschluss -bögen mit üppigen Zwickelfüllungen einschliessen. Die sonstgebräuchlichen, Emporen tragenden Zwischenbögen fehlen ; nurzu beiden Seiten des Chors sind in halber Höhe zwei geschlosseneOratorien angebracht.
Die umfangreichen Klostergebäude haben nur an dem nebender Kirchenfapade liegenden Flügel dekorative Ausgestaltung.Derbe Pilaster, auf einem abgeschrägten Sockelgeschoss ruhend,gliedern die Wände, die mit einem schweren Kranzgesims ab-schliessen. Die Fensterbänke laufen in ein ornamental gehaltenesFruchtgewinde aus — ein Dekorationsmotiv, das in der gleich-zeitigen Architektur nur selten vorkommt.
Der Vollständigkeit halber müssen in diesem Zusammen-hang noch genannt werden: der Umbau des ehemaligen Do-minikanerklosters und der Neubau der Propstei St. Ge-treu oberhalb Kloster Michelsberg. Von ersterem, welcher-von Heller dem Joh. Leonhard Dientzenhofer zugewiesen wird,kommt wohl nur der an der Rednitz gelegene Trakt in Betracht.Die ausgedehnte Flucht des auf einem hohen Sockelgeschossruhenden zweistöckigen Gebäudes ist durch einen dreigeschossi-gen schwach vorspringenden Mittelbau durchbrochen ; schmuck-lose Pilaster, an den Ecken gepaart, bilden den einzigen Ver-such einer Vertikalgliederung der höchst unbedeutenden Fapade.
Von Leist a. a. 0. S. 91 wird demselben Meister nochzugeschrieben der unansehnliche Propsteibau St. Getreu. 2Wenn jedoch, was aktenmässig nicht erwiesen werden konnte,
1 Jetzt als Turnsaal benützt.
2 Jetzt Irrenanstalt.