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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
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wieder verändert, 1 der den Chor der Kirche höher legen liess;vermutlich fällt in diese Zeit (1725) auch die Errichtung derbeiden reicher ausgestatteten und zierlich gezeichneten Choran-bauten, die man am ehesten mit Johann Dientzenhofer in Zu-sammenhang setzen möchte.

Das prächtige Chorgestühl wurde 1726 von dem Schreiner-meister Servatius Brickard angefertigt, der wohl identisch mitdem im Pommersfeldener Schloss arbeitenden Meister Servatiusist. —

Die weiteren Gebäulichkeiten, welche den Platz vor derKirche umschliessen, wurden erst von 1742 an nach den Plä-nen Balthasar Neumanns aufgeführt und bieten, abgesehen vonder stattlichen Westfront, nichts Bemerkenswertes. Auffälligund bezeichnend für den Rückgang der Bamberger Bauzunft,erscheint dabei die Thatsache, dass man selbst mit diesen ein-facheren Bauten nicht die einheimischen Meister, sondern denWürzburger Architekten beauftragte. Ein Obergeselle des letz- ‘teren, Konrad Fink, erbaute die beiden Pavillons des Kloster-gartens, die in Paris als nachahmenswerte Meisterwerke galten.

(S. Jäck, Pantheon.)

Die Schwierigkeit, die bestehenden Türme einer neuenFapade einzugliedern, hat der Baumeister beim Umbau derKarmeliter kirche in Bamberg dadurch glücklich umgangen,dass er den Chor nach Westen zwischen die Türme legte undso eine freie Front zur Fapadenentwickelung gewann.

Von Heller wird der Kirchen- und Klosterbau dem Joh.Leonh. Dientzenhofer zugeschrieben, welcher im Jahre 1694(oder 92) mit dem Umbau begonnen haben soll. Da die Kircheaber erst 1716 geweiht wurde, so ist wahrscheinlich auch seinBruder Johann bei dem Bau beschäftigt gewesen; eine genaueaktenmässige Scheidung ihrer Thätigkeit ist nicht mehr möglich.

Auch zeigt der Kirchenbau zu geringe Eigenart, um daraufeine sichere Zuweisung an einen der beiden Meister gründen

1 Lahner, 1. c. S. 828 und 424.