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(1722/23) ist der kleinen Summe von 650 fl. zufolge doch wohlnur auf eine geringfügige Veränderung, nicht wie von Gurlitt1. c. S. 332 geschehen, auf die ganze Fapade zu beziehen. 1 *Denn aus einer nebensächlichen Bemerkung eines auf denResidenzbau bezüglichen Schreibens 3 kann der sichere Schlussgezogen werden, dass diese Fapade bereits um 1700 von Joh.Leonhard erbaut worden war. Es handelt sich dabei um dieStatuen, die auf das Frontispiz der Residenz kommen sollen;der Erzbischof legt besonderes Gewicht darauf, dass sie inrichtige Proportion zum Ganzen gesetzt werden, «dass sie nichtetwa wie auf dem Mönchsberg mit dem ober dem Por-
Abb. 19. Kloster Michelsberg.
tal gestellten Bildnissen Michaels geschehen zuklein formirt» seien. 3
In ähnlicher Weise wie seinem Bruder in Fulda war hierJohann Leonhard die Aufgabe gestellt, einer romanischen Kir-chenanlage 4 unter Beibehaltung der beiden Türme eine Fa q ade
1 Vermutungsweise möchte ich an den in bewegteren Formen gehal-tenen Terrassenbau vor dem Portal denken.
* Schreiben des Erzbischofs an den Statthalter vom 14. Aug. 1700.
s Im Zusammenhang mit jener ersten Bauperiode teilt Lahner, leiderohne Zeitangabe, mit, dass dem Abt Christoph von Seiten der liochfürstl.Kammer Vorhalte gemacht wurden, dass durch aufrichten der neuen fac-ciata links beim Eingang die Kirche notablen Schaden gelitten habe undschleunige Untersuchung durch den Baumeister nötig sei.
4 S. B. Biehl, Denkmäler frühmittelalterlicher Baukunst 1888 S. 133/4.