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dankens zu verzeichnen, wobei allerdings nicht ausser Achtgelassen werden darf, dass D. in Fulda auf bestehende Bau-teile Rücksicht nehmen musste. Die Kirche zii Banz ist daswürdige Seitenstück zu dem etwa gleichzeitigen bedeutendstenProfanbau Dientzenhofers, dem Pommersfeldener Schlossbau.
Einfacher in der Grundrissentwickelung, aber glücklicherin architektonische Beziehung zur bestehenden Kirche gebracht,erscheint der Neubau des B en ed i k t i n e r klo s t er s aufdem Michelsberg (Abb. 19) in Bamberg. Der mächtigeHauptbau läuft parallel mit der nördlichen Kirchenlängsseite,zwei kürzere Querflügel verbinden ihn in Höhe des Querschiffesund der Fapade mit der Kirche. Die Gebäude sind gänzlichschmucklos und wirken nur durch ihre ungeheure Masse; diefür den älteren Dientzenhofer charakteristische Horizontalteilungdurch einfache Gesimse ist auch hier beibehalten.
Die Baugeschichte liegt in ihren Einzelheiten nicht klar. MitSicherheit lässt sich nur die Thätigkeit des Johann LeonhardDientzenhofer und des Balthasar Neumann als der ausführendenMeister nachweisen; der jüngere Johann D., dem gewöhnlich dieKirchenfapade zugeschrieben wird, 1 ist nur in seiner Eigen-schaft als Palier seines Bruders (1698) in den Akten genannt.
In einer ersten Bauperiode von 1696—1702 wurden nachLahn er 2 der Hauptbau der Abtei und die Kirehenfap.ade vonJoh. Leonh. errichtet, wobei im Ganzen ungefähr 50 000 fl. zurVerausgabung gelangten. Dagegen scheinen die beiden Ver-bindungsflügel (Conventbau), die gleichzeitig projektiert waren,erst später (1726) ausgeführt zu sein ; Heller 1. c. schreibt siedem Joh. Dientzenhofer zu. Der dort erwähnte Portalneubau 3
1 Gurlitt, 1. e. S. 332. Schmerber, 1. c. S. 20, Anm. 4.
2 Bahner, Die ehemalige Benediktinerabtei zu Bamberg. Bamb. 1889.S. 322 ff.
3 Ein Akt des Bamb. Kreisarchivs: Baurechnung aller ausgab angeldt für unterschiedliche Materialien handtwerksleutli und Taglöhnerüber den geführten neuen Abbteybau oder der Cantzley dannauch für unterschiedl. Arbeith in der Kirch, Capell, Sepultur, Backhausund eine Mauer beym neuen Kirchengartten von Petri Catli. 1726—27, istvermutlich auf diesen Bau zu beziehen.