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datiert: Wirtzburg, 12. Jan. 1752, und mit seiner Originalunter-schrift versehen. Es ist ein Entwurf, der nur zum Teil undin veränderter Weise zur Ausführung kam ; für die Baugeschiehteist von besonderer Wichtigkeit die beigeschriebene Erklärung:«und zwar wass gemacht, ist dass Closter sambt der Kirchen,undt alles wass roth gemacht wehre dass Conceptney zu machen.» Hieraus ergibt sich mit Sicherheit, dassdamals, 1752, von dem Neubau nur die Klostergebäude, die Kircheund das Krankenhaus bereits standen. Man scheint allerdingsschon am unteren Bau thätig gewesen zu sein, «da zu mahlen beylittera A.A.A. schon in tritten stockhwerckh aufgeführet ist», dochfehlen an dem Entwurf noch die charakteristischen Eckpavillons.
Die heute dem Hofe östlich und westlich in unregelmässigerBildung vorgelagerten Stallungen und Scheunen waren vonNeumann zweckmässiger Weise zusammengefasst und in sym-metrischer Ausgestaltung mit einem Wirtshaus als eine ArtVorbau dem unteren Hof vorgelegt gedacht. (Abb. 16.) IhrenPlatz sollte eine durch Aufschüttung zu gewinnende, mit star-ken Stützmauern versehene Gartenterrasse einnehmen.
Es lässt sich nicht leugnen, dass durch diese Anordnungein viel geschlosseneres, einheitlicheres Gesammtbild erzielt wor-den wäre; die doppelte Abstufung der beiden Höfe, die archi-tektonische Einbeziehung des heute so unschönen Platzes vorder Kirchenfagade hätte die Wirkung der ganzen Anlage nocherheblich gesteigert. Aber leider unterblieb die Ausführung derTerrasse, die wie es scheint, zunächst wirklich beschlossenworden war, 1 und die bereits aufgeführte Mauer wurde indie Stallungen verbaut. In späterer Zeit tauchte noch einmalein Projekt auf, bei welchem die architektonische Ausgestaltungdieses Platzes dadurch erreicht werden sollte, dass das west-liche Klosterportal mit seinen anstossenden Gebäuden in sym-metrische Beziehung zur Kirchenachse gesetzt wurde. (Vergl.einen Grundriss der Sammlung Dros.) Bei Erbauung des jetzigenGlashauses mit Gärtnerswohnung, das erst, unter Herzog Wilhelmaufgeführt wurde, nahm man jedoch darauf keine Rücksicht.
1 Vergl. den Neumann’schen Grundriss: «undt die haubtmauern in-B. B. B. Ebenfalls in Eine grosse Höhe aufgeführet ist»