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jonisch, korinthisch über einander auf; glatt durchgeführteZwischengesimse bewirken die Horizontalgliederung. Mit dieserFlächeneinteilung der Frührenaissance (L. B. Alberti beim Pal.Rucellai 1451) verbindet sich in einer bei den Italienern nichtüblichen Weise die in der Hochrenaissance aufkommende An-ordnung der kreuzweise korrespondierenden wechselndenFensterverdachungen (z. B. Pal. Pandolfini Florenz).
Die Verbindung dieser beiden Elemente, die mit sicheremBlicke für schöne Verhältnisse durchgeführt ist, verfehlt nicht,dem Bau eine gewisse Vornehmheit zu verleihen; andererseitszeigen sich gerade in dieser Zusammensetzung die innerenMängel des architektonischen Aufbaues.
Wenn die Italiener die Pilasterstellungen anwenden, soliegt stets ein konsequent durchgeführter konstruktiver Gedankezu Grunde: ein stark ausgebildeter Sockel und ein in richtigesVerhältnis zum Ganzen gesetztes Gesims halten die Faqadezusammen. Die Pilaster erscheinen als tragende Stützen, welchedie Last der Dachbekrönung und der in sich abgeschlosseneneinzelnen Geschosse auf die Basis überleiten und zugleich dieMauermassen durch abwechslungsreiche Differenzierung inkleine, leicht übersichtliche Teile zerlegen.
Beim Residenzbau ist nur das letztere äusserliche Glie-derungsprinzip beibehalten ; Sockel und Kranzgesims fehlen fastvollständig (der grosse Unterbau beim Pavillon kann hier nichtin Betracht kommen, da er nur zum Ausgleich der Terrain-verschiedenheit errichtet wurde), und auch in der Zwischen-einteilung ist der konstruktive Gedanke dem Motiv der Fenster-verdachung zum Opfer gefallen. Nur im untersten dorischenGeschoss ist das auf den Pilastern ruhende Gebälk vollständig■durchgeführt. In den oberen Stockwerken ist Architrav undFries, nur über den Pilasterkapitellen angedeutet, die durch-laufende Gurte auf das Kranzgesims reduziert, das infolge-dessen nicht stark genug erscheint, die schweren Fenstergewändemitsamt den Sohlbänken zu tragen. Diese unharmonische Wir-kung wird noch gesteigert durch die im Verhältnis zu denschlanken Pilastern übergrosse Fensterbildung. Durch die An-ordnung hoher Sohlbänke werden die Verdachungen bis über■die Höbe der Pilasterkapitelle hinaufgetrieben ; es fehlt der bei