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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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stehenden haubtgesimbssen, frües, arcliatra, Capitel, schafft-gesimbss, zwey ausschweiff über die zwey undere haubtgesimb-sern, damit kein schnee oder wasser auff denen haubtgesimsernsich versenket, sondern ablaufen kan alles der rechten archi-tectur gemäss ..... als zum ersten die Dorica, zum anderndie Jonica, zum dritten die Corynthia.»

Desgleichen solle das Hauptportal dem Risse gemäss oderwie es dem Fürstbischof etwa sonst beliebe, hergestellt wer-den. 1 Die erwähnte Kapelle, die auch in den Dros’schen Plänenzu sehen ist, kam nicht zur Ausführung; der Platz wurde inZimmer ausgeteilt. 2 3

Die Bauarbeiten schritten rüstig fort; es wurden wöchent-lich ca. 000 Quadern (2 , / ä N. Schuh lang, l 1 ^ Schuh hoch unddick) gesetzt, :i so dass schon am 25 . Juli berichtet werdenkonnte: «die Fenslerwandstückh seien im undern stockwerekhwürklich gesezet, auch der stürz zum Theil darauf gelegt». Nurbetreffs Anlage der Hauptstiege war man sich noch nicht imKlaren. Dem Fürstbischof gefielen die beiden Kellerstiegen nicht,die rechts und links in den Einfahrtsraum münden sollten(s. Dros’sche Pläne) ; da sie «dem Bau einen Unform machenwürden», so musste versucht werden, sie auf irgend welcheWeise zu beseitigen. Das Resultat der hierüber gepflogeneneingehenden Korrespondenz war, dass man sich zur Anlegungeiner vollkommen neuen Treppe entschloss, die bis in denKellerraum durchgeführt und so zugleich den Eingang in beideKeller (unter Flügel B. und C.) bewerkstelligen sollte. 4

So scheint denn die jetzige Lage des Treppenhauses imletzten Grunde abhängig von den beiden Kellern zusein ; dadurch war aber auch die Einfahrtshalle mit dem Portal-bau festgelegt, und so erklärt sich die Unregelmässigkeit in derFapadenbildung, die wohl in erster Linie den Gedanken an eine

1 Dieser TJeberschlag vom 18. Jan. 1698 ist abgedruckt bei Jung,S. 124. Fiir alle diese Arbeiten werden dem Baumeister im Kontrakt vom20. März 1698 6i00 fl. statt der geforderten 6987 fl. zugebilligt.

2 Notiz i. d. Abrechnung v. lö. Jan. 1704, wobei die für die Kapellebestimmte Summe von 400 fl. in Abzug kommt.

3 Bericht, 12. Juni 1698.

4 Eine bei den Akten unter 26. Sept. 1698 liegende Skizze — dieeinzige dort noch erhaltene Zeichnung — gibt hierüber Aufschluss.