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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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heutigen Flügels A. und den Flügel B. betrifft, wurde am8. August 1697 geschlossen und hierdurch der Baumeisterverpflichtet, «demnach S. cli. Gn. gngst. resolvirt haben, deroallbereit vor drey Jahren angefangenen newen Oberhoffhaltungs-bau zu continuieren und denselben von der in Erstem contractdieses angefangenen Baws allbereit begriffenen grossen haubt-stiegen an, ferner hinüber bis an das Eck der Lochaw 1dann weithers herfür gegen das Burgthor biess an des Veits-pfarrers wohnung 2 führen zu lassen», einen Bau in zweiStöckhen (= Flügeln) aneinander zu bauen und zu verbinden;der erste Flügel solle 205 Nürnb. Schuh lang sein, der andere220 Schuh messen, Grössenverhältnisse, wie sie nach Leist dieheutigen Flügel B. und A. ohne den Pavillon bau ergeben.Der ganze Flügel B. bis zum Eck sollte unterkellert, das Erd-geschoss gewölbt werden.

Bei der Wichtigkeit dieses Hauptvertrages sind noch eineMenge kleiner Punkte vorgesehen, aus denen mit vollkommenerKlarheit hervorgeht, dass der Flügel B. von Grund aus neuge-baut wurde; die Meinung, es habe sich nur um eine Verblen-dung der Facjade, oder wie Leist will, um eine bedeutende Ver-änderung in dekorativer Beziehung 3 gehandelt, wird durchdieselben widerlegt.

Zu Beginn des Jahres 1698, als die Fundamentierungs-arbeiten zu Ende gingen, wurde mit Dientzenhofer noch überdie architektonische Ausschmückung des Baues verhandelt; eswurde verabredet (20. März 1698), dass die 94 Fenster gegenden Domplatz — es ist die Zahl der Fenster des Baues ohneden Pavillon und den Giebel des Mittelbaues — von Zeiler Steinarchitekturmässig herzustellen seien. Die Facjade solle ge-schmückt werden mit «dreymahligen von Architectur auffeinander

1 Heutige ßesidenzstrasse.

2 Stand an der Stelle des heutigen Kesidenzpavillons, im Zweidler’schenGrundriss durch A gekennzeichnet.

3 Auf S. 9 sagt Leist: es sollte durch den Vertrag v. 7. Juli 169Bvorerst nur ein Teil d e r einfachen Hag ade des Gebsattel-Aschliau-sen’schen Besidenzbaues durch ein reicheres Werk ersetzt werden. DerGrundbau blieb nach ihm stehen. Auf S. 13 hält er es für zweifellos,dass 1697 «dieser erste Bau v. 14. April 1695 wenigstens in dekorativerBeziehung eine bedeutende Veränderung erfahren habe».

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