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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
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d. i. südlich der verlängerten Domachse, gelegen war (vergl.den Plan in v. Schrottenberg, der Dombau i. s. neueren Ge-staltung).

Das erwähnte «erste Coneept» haben wir nun in denDros’schen Plänen vor uns; wenn es in dieser Ausdehnungauch nicht zur Ausführung kam, so beweist es doch mit ziem-licher Sicherheit, dass der Fürstbischof an eine symmetrischeAnlage ursprünglich nicht gedacht haben kann. 1 Auf der bei-gegebenen Skizze (Abb. 14) ist der Versuch gemacht, einen der-artig den Dom umschliessenden Bau einzuzeichnen; die Lagedes Westpavillons, der weit über den Rand des hier steil nachSüden abfallenden Domberges zu stehen gekommen wäre, er-gibt, ganz abgesehen von den unermesslichen Schwierigkeiten,welche das stark aufsteigende Dombergterrain der Durchführungentgegengesetzt hätte, die Unwahrscheinlichkeit oder richtigerUnmöglichkeit solcher Projekte.

Während dieser Verhandlungen war bereits mit dem Ab-brechen der alten Flügel begonnen worden: «der von anfangder grossen haubt Stiegen bis zu end der Capelin und auchder zwischen disen und den gartten noch stehenden gebäuesammt dem Turm.» 2 (Bericht vom 6. Mai 1697 und Kontraktvom 8. August 1697.)

Der Hauptkontrakt, 3 der vorerst nur einen Teil des

1 Eine Stelle eines Berichtes an den Fürstbischof erscheint allerdingsim ersten Moment befremdlich, nnd man ist geneigt, an der bisherigenBeweisführung zu zweifeln. Der Statthalter schreibt am 16. März 1697 :

So wäre 2. an deme, dass die alte Hofhaltung in solcher Zeit abge- itragen und die Fundamente zum neuen Bau gelegt werden könnten. DerZusammenhang ergibt aber, dass hier der Ausdruck «alte Hofhaltung»nicht im heutigen Sinne gebraucht ist, sondern im Gegensatz zu demNeubau der Jahre 95/6 den alten Flügel des Gebsattel’schen Baues be-zeichnet ; weiterhin wird der an ihrer Stelle zu errichtende Bau auch der«vordere Bau» genannt, hinter dem ein Garten angelegt werden sollte.Auch sonst lässt sich der Ausdruck «alte Hofhaltung» in diesem Sinnenaclnveisen (z. B. im Bericht des Statthalters vom 12. Sept. 1698).

2 Es sind das die Gebäude, wie sie der Zweidler’sche Kupferstichzeigt. Die Lage der alten Kapelle lässt sich nicht genau bestimmen; siehat sich wohl hinter dem Turme befunden und den Abschluss des Ge-bäudes nach Osten gebildet.

3 Die im Kostenvoranschlag v. 26. Juli 1697 geforderte Summe von20674 fl. wird im Hauptkontrakt auf 19138 fl., 120 fl. Leihkauf und vierFuder Bier festgesetzt.