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seinen anderen Bauten, z. B. der Residenz in Bamberg, wennauch dort nicht in solcher Nacktheit, zu gewahren ist. Manscheint die Einförmigkeit dieses Aufrisses im weiteren Verlaufeder Bauarbeiten auch in Ebrach empfunden zu haben, als man,fast ein Jahrzehnt nach D.’s Tode, B. Neumann mit der An-fertigung neuer Entwürfe betraute.
In den Höfen, die ohnedies durch ihre wohlproportioniertenArkaden reicher belebt sind, ist der Versuch gemacht, durchverschiedene Gliederung der Oberwände Abwechslung zu brin-gen. Doch zeigt sich auch hier in der teilweisen Wiederholung
Abb. 6. Grundriss der alten Klosteranlage in Ebrach.
des Fagadenschemas und in manchen missverstandenen Detail-bildungen (z. B. den unmotivierten Triglyphen im Haupthof) dieBefangenheit und üngewandtheit des Baumeisters. In derMassendisposition und Inneneinteilung war er durchdie Bedürfnisse des Klosters gebunden, die ihm grösste Zweck-mässigkeit zur Pflicht machten. So hat denn die ganze Anlageeinen nüchternen, trockenen Charakter bekommen, der sich inkeinem Teile zu wahrhaft künstlerischer Freiheit durchzuringenvermag. Ein eigentlicher Mittelpunkt fehlt in den ersten Ent-würfen völlig ; erst bei den späteren Projekten ist der Kreuzungs-punkt der Innenflügel zu einem grossen Saale erweitert. —