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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
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durch Herausgabe des schon erwähnten Tafelwerkes, das 1677in Prag erschienen war. Dasselbe enthält (Tafel 38 und 45) imwesentlichen alle jene einfachen Detailformen, deren sich D.beim Aufbau seiner Fagade und bei Gliederung seiner Arkaden-höfe bedient. Bei der Komposition der Hauptfront (Abb. 4) hielter sich an das Schema des dreigeschossigen WaldsassenerSeitengebäudes (Taf. 1), indem er in gleicher Weise dieWand durch toskanische Pilaster gliederte, die je eine (durchZwischenglieder zu einem Ganzen vereinigte) vertikale Fenster-reihe einschliessen. DasVorbild seiner Höfe ist in dem Facjaden-system des Waldsassener Abteibaues zu finden.

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Abb. 5. Kloster Ebrach im Jahre 1663.

Nach dem Gemälde im Resitze des kgl. Kreisarchivs Bamberg.

Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass die F a q a d e n-einteilung des D.’schen Entwurfes bei ihrer mächtigenBreitenausdehnung äusserst nüchtern gewirkt hätte. Die unbe-deutende Hervorhebung der beiden Flügelteile und der dreimittleren Achsen durch Zusammenfassung zu einer Art Bisalitwäre nicht ausreichend gewesen, um auch nur einige Belebungin die Front zu bringen. In dem ängstlichen Klebenbleiben andem einmal angenommenen Motiv, in dem unfreien, phantasie-losen Wiederholen eines und desselben Schemas zeigen sich dieGrenzen von Dientzenhofers Fähigkeiten; es tritt hier eine ähn-lich handwerksmässige Auffassung zutage, wie sie auch an