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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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wurde. An Stelle des zersplitterten Gebäudekomplexes, wie ihnder alte Grundriss zeigt, sollte eine neue, auf den Regeln derSymmetrie und exakten Geradlinigkeit beruhende Anlage ent-stehen ; die alten minderwertigen Gebäude, die zum Teil nochaus Fachwerkmauern hergestellt waren, sollten durch massiveSandsteingebäulichkeiten ersetzt werden. Weniger durch präch-tige Einzelformen als durch das geschlossene Bild einer kon-sequent durchgeführten Einheitlichkeit sollten sich die Neu-bauten auszeichnen.

Zur zweckmässigen Lösung dieser Aufgabe bedurfte mannicht gerade eines künstlerisch hochstehenden Architekten ; esgenügte ein praktisch erfahrener Baumeister, der in erster Liniemit der handwerklichen Seite des Bauwesens vertraut und im

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Abb. 4. Kloster Ebrach, Dientzcnhofers FacadenenUvurf.

Stande sein musste, den Ideen des Bauherrn klaren und ver-ständigen Ausdruck zu verleihen. Dass dann freilich das For-male nur unselbständig ausgebildet und wohlbekannte Formenfast unverändert von andern Bauten übernommen wurden, kannnicht wundernehmen. Der zünftige Maurermeister hielt sicheben an die Ausdrucksmittel, die ihm von früheren Bauten, andenen er als Geselle in Arbeit gestanden hatte, geläufig waren.Wenn sich so in E. die Formen der Prager Burg 1 vorfmden, sobraucht man deshalb aber noch nicht an einen Aufenthalt D.’sin dieser Stadt zu denken; denn dieselben Formen fanden auchin Waldsassen Verwendung, und D.’s Lehrmeister Leuthnerhatte überdies seinem Schüler — von einem solchen Ver-hältnis kann natürlich nur im weitesten Sinne die Redesein ■— die Uebertragung dieses Formen - Systems erleichtert

1 Gurlitt, 1. c. 322.