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schliesslich nach seinem Tode dahin, dass durch einen Erlassvom 11. Januar 1745 «das bisherige Hofbauinspektionsamt,welches mehr schädlich als nützlich gewesen», aufgehoben, dieStelle eines Hofbaumeisters als nunmehr überflüssig einge-zogen wurde. 1 Noch aber hatte der Name Dientzenhofer einenguten Klang. So kam es, dass Justus Heinrich bei Beginn derAmorbacher Klosterneubauten «als sehr geriimbter Baumeisterrecommandiert» und zu einer Grundrissskizze für den Kirchen-bau aufgefordert wurde. 2 Später wurden zur Konkurrenznoch beigezogen Neumann und der Mainzer General vonWelsch, welch letzterer auch die Ausführung übertragen be-kam. Infolgedessen kam es mit D., der für seine Mühe bereitshonoriert war, zu unangenehmen Auseinandersetzungen, indenen er sich als misstrauischer und habgieriger, dabei höchstselbstgefälliger Charakter zeigt. Im öffentlichen Leben bekleideter, wie erwähnt, seit 24. Dez. 172G die Stelle eines Hofbau-meisters. Als Verwandter zweier berühmter Meister glaubteer ein Recht auf die Stadtratsstelle zu haben und bittet denBischof, ihn vorzuschlagen, «damit vor anderen Competentener um so ehendter zu sothaner Ehrenbedinstigung gelange,weilen durch Ihro churf. Gnaden höchst seligen Andenkensehedessen zwei Dinzenhofer als Hofbaumeister die gleichenErhalten.» 3 Thatsächlich wurde er auch am 30. Sept. 1736gewählt und bestätigt. Noch kurz vor seinem Tode erhielt eram 15. Okt. 1744, die Pflegschaft des Kinderseelhauses aufdem Kaulberg als Pfründe übertragen.
Mit Justus H. stirbt am 14. Dezember 1744 der frän-kische Zweig der Banmeisterfamilie D. aus. Der Name erhältsich noch das ganze 18. Jahrhundert hindurch in Bamberg ;erst mit dem Tode des Schreibers der vereinigten Kranken-häuser Franz D. (5. Mai 1801) verschwindet der Name inden Registern der Pfarrei St. Martin.
Ausserhalb des Bereiches unserer Betrachtung liegt die
1 Keller, 1. c. S. 106. J. H. Dientzenhofer hatte in Pommersfeldenungefähr die Stelle eines Rechnungsfiilirers inne; am 29. April 1744 wur-den dem Lt. Küchel die Handwerksauszüge zur Revision übergeben, damitder «ehemalige Schlendrian» behoben werde
2 Sponsel, Die Abteikirche zu Amorbach. Dresden 1896.
3 Gesuch vom 2. September 1735.