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oben genannten älteren Georg identisch ist. Ueber den Standdieser beiden ältesten Familienmitglieder erfahren wir nichts,dürfen aber wohl vermuten, dass wenigstens Georg der Aeltereals Oberhaupt einer später so bedeutenden Maurer- und Bau-meisterfamilie gleichfalls diesem Beruf nahegestanden hat. DieAngabe Brenners, 1 2 nach welcher im Jahre 1655 von einem GeorgDientzenhofer die Dreifaltigkeitskapelle auf dem Glasberg beiWaldsassen erbaut wurde, legt zwar die Versuchung nahe, injenem älteren Georg den Erbauer dieses bedeutenden Werkeszu sehen. Nach dem ausführlicheren Berichte Binhack's - istaber dieser Neubau erst in den Jahren 1685—89 ausgeführt,also in der Zeit, in welcher der jüngere Georg bereits, wieunten darzulegen sein wird, in Waldsassen anderweitig thätigwar. Georg der Aeltere kann uns also nur unter dem Gesichts-punkte interessieren, dass er der Vater von fünf Söhnen war, 3 4welche durch hervorragende Bauthätigkeit den Namen Dientzen-hofer zu hohem Ansehen brachten. Wir können nur vier der-selben mit Bestimmtheit benennen: Georg, Johann Leonhard,(Bernhard?) Christoph und Johann; 1 das Geburtsjahr ist ausser
1 Brenner, Geschichte des Klosters u. Stiftes Waldsassen, nach Quellenbearbeitet Nürnberg 1837, pag. 284.
2 Binliack, Die Gründung der Cistercienserabtei Waldsassen (nachgedruckten und ungedruckten Quellen). Programm d. k. Studienanstalt Eich-stätt 1889/90, pag. 84 ff.
3 Es geht dies zur Evidenz aus zwei bei den Fuldaer Dombauaktenverwahrten Schriftstücken hervor; dieselben stammen aus dem Anfang derVerhandlungen mit Johann D. (ca. 17U0-1); damals war einer der Brüder,Georg, bereits gestorben (1689), Joh. Leonhard musste für seinen BruderJohann Bürgschaft leisten : «allenfalls derselbe, heisst es in dem Schreiben,vielleicht nach Gottes unerforschlichem Willen vor völliger accord undrissmässiger Ausbauung solchen acdificii versterben würde, alsdann eineraus uns tr ey ii b erb lei ben den Gebrüdern den Bau zu vollstän-diger Perfection bringe.» In einer Vorverhandlung von 1700, Beilage: no-tamina litt. B. ist unter den Gegenforderungen D.’s. aufgeführt: 3) h a b e nwir a 11 e 4 Br üder v e r 1 o b t den S. Rochitag hochfeyerlich zu begehen,mit Ambt und heiliger Mess Vormittag, nachmittag die arbeithsamen Leut vonBaumeister Trunck, dazu von herrschaft auch etwas beliebliehesgeben werde.
4 Die Einträge in den Taufregistern des Dorfes Au bei Aibling, dieSclimerber (1 c. S. ln) auf die beiden erst genannten Brüder bezieht, schei-nen mir nicht im Zusammenhang mit der Baumeisterfamilie zu stehen:darnach wäre ein Leonhard D. am 2. April 1641, ein Georg D. am 11.August 1643, beides Söhne eines Georg D., in Au getauft. Das Geburts-datum des Georg d. J. scheint ausserdem noch eine zufällige Bestätigungdurch eine Notiz im Waldsassener Kirchenregister zu finden, wonach im