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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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bei Georg (geb. 1643), dem ältesten der Brüder, nur noch beiJ Christoph durch eine Notiz im Totenregister der Pfarrei St. Niko-I laus auf der Kleinseite in Prag gesichert: da er im Jahre 1722.)§ (20. Juni) im Alter von 67 Jahren starb, 1 so fällt seine Geburt

j§ ins Jahr 1655. Dass er ein Bruder der genannten war, ent-nehme ich Binhack pag. 127 und Brenner pag. 283, wo er aucheinmal mit dem Doppelnamen Bernhard Christoph angeführt ist.

Nur aus dem Umstand, dass Johann am spätesten zu einerselbständigen Stellung sich emporgearbeitet hat, glaube ichschliessen zr können, dass er auch dem Lebensalter nach derjüngste unter den vier Genannten war.

Von dem fünften Bruder konnte ich weder Namen nochirgendwelche Spur seiner Thätigkeit auffinden. Ueber die äusserenLebensumstände des ältesten Bruders,

Georg Dientzenhofer

d. J.

(geb. 1643)

sind wir nur spärlich unterrichtet. Aus dem Eintrag über seineVerehelichung 3 im Waldsassener Kirchenbuch erfahren wir,dass er im Jahre 1682 beim Neubau der Waldsassener Kloster-gebäude als «Ballier» und «murarius» beschäftigt war. Binhacknennt ihn den «Gehilfen» des Architekten Abraham Leu t h n ervon Prag, der die Pläne zum Klosterbau gefertigt hatte undseit 1682 Baumeister des Klosters war. Die Benennung «aedilis

Jahre 1689 ein Georg im Alter von 46 Jahren verstorben ist. Alleinschwere Bedenken sprechen gegen diese Annahme. Beim Eintrag in dasTaufregister sind stets alle Vornamen verzeichnet: Johann Leonhard wäreim Auer Register nur mit seinem zweiten Namen genannt. Zudem findet sichein Leonhard D. in den Jahren 1665-72 im Kirchenregister des DorfesPang bei Rosenheim als Vater dreier Söhne eingetragen (Schmerber, S. 15Anm. 1), sodass es näher liegt, diesen Leonhard mit dem oben genanntenzu identifizieren. Ferner wäre nach dem Auer Register unser Joh. Leon-hard um 2 Jahre älter als sein Bruder Georg; dageg'en aber spricht wie-der die Thatsache, dass Joh. Leonhard beim Bau des Klosters Waldsassenals Maurerpalier unter seines Bruders Georg Regiment stand, der die Ober-aufsicht über den ganzen Bau führte.

1 cf. Schmerber, S. 26.

* Am 25. Aug. 1682 heiratete er die Fleischhauerstochter (filia cani-onis!) Maria Elisabetha Haager aus Waldsassen. Die Kinder aus dieserEhe sind:

1. Anna Mechtildis, getauft 23. Dezember 1683,

2. Gertrudis, getauft 21. Februar 1685, f 24. Dezember 1685,

3. Gertrudis, getauft 26. September 1686,

4. Johannes Josephus, getauft 12. November 1688.