Druckschrift 
Katechismus des Radfahrsportes
Entstehung
Seite
226
Einzelbild herunterladen
 

226

Ein Gang durch die radsportliche Litteratur.

auch manche gute Winke für Festarrangements giebt, wie oftist dergleichen nicht zur Hand und wie wenig dergleichengiebt es doch immerhin erst, das einzig und ausschließlich fürRadfahrer geschrieben und geeignet wäre.

Weniger denken wir hier an das Kunstfahren, denn den-jenigen Vereinen, welche es ans ihr Programm setzen, stehenin jedem Falle bewährte Kräfte zur Verfügung und die Fest-leiter brauchen hierzu nicht erst nach dem längst bewährten„Leitfaden für das Kunstfahren" von Robert Höfer (Werner,Leipzig), nach den Uebnngen Gustav Marschners, oder nachdem kleinern, jedoch nur das Hoch- und Einrad behandelndenLeitfaden von Wilhelm Gabriel, Mannheim, greifen, dermit seinen 24 Abbildungen nach Moment-Photographien desMeisterfahrers Oskar Berger, obgleich schon acht Jahre seitseinem Erscheinen verflossen, für diese Rädergattungen demangehenden Kunstradfahrer noch immer manche schätzens-werten Winke giebt.

Der erwähnte Höfer aber hat auch einen trefflichen„Leitfaden für das Reigenfahren beim Radfahrsport" mitvielen Abbildungen (Werner, Leipzig, 5.Ausl.) heransgegeben,welcher manchem Fahrwarte Freude bereiten dürfte. KurzeAnleitung hierüber geben auch Hindenberg in seinem dasganze Festgebiet umfassenden „Fest-Album" (s. oben), sowieSmutny in einem Anhang über das Saal- (Schul-) Fahrenzu seiner oben erwähnten Anleitung.

Sollten jedoch die Einzel- oder Reigen-Vorführungen inVerbindung mit Musik nicht den ganzen Festabend aus-füllen, so bedarf es noch vielfacher weiterer Vorführungenin Ernst und Scherz.

Vor allem empfehlen sich als angenehmste Abwechselungfür radsportliche Feste, welche stets die Mühe der Ein-studierung lohnen, kleine Theaterstücke, welche, sei es inschwungvollen Versen, sei es in erwärmendem Humor odermit zündendem Witz die Sache des Radfahrsports verfechtenund auch das demselben sonst indifferent gegenüberstehendePublikum für denselben einzunehmen wissen.