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Katechismus des Radfahrsportes
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Das Militär-Radfahren.

aus festgestellt wird. Die Festigkeit des Rades selbst erleidetdurch diesen Mechanismus keinerlei Einbuße und die Ge-wichtserhöhung beträgt nur einige 100 Gramm.

In der Schweiz ist das Fahrrad ein bedeutsamer Faktorim Felddienst geworden. Seit 1892 besteht ein Jnstruktions-kurs, an welchem je 240 Militärradfahrer teilnehmen unterLeitung eines Oberstlieutenants vom Generalstab mit sechsständigen Offizieren, sechs Jnstruktionsoffizieren, einem Hilfs-Instruktor und einem Arzt.

Diese Radfahrertruppe bildet sechs Divisionen und hatacht Stunden täglichen Dienst mit den Lehrgegenständen:Topographie, Rekognoszierung, Mechanik re.

Die Militärleitnng ist auch hier im Interesse der Militär-radfahrer mit Versuchen beschäftigt, eine für den Radfahrer-dienst geeignete Maschine herauszufinden.

Um den Radfahrern immer gute und billige Maschinenbeschaffen zu können, soll die Direktion des Kriegsmaterialsin ihren Magazinen immer eine gute Anzahl Maschinellbereithalten.

In einem Ergänznngsartikel zu dem Beschluß, Bekleidung,Bewaffnungund Equipierung der Militärradfahrerbetreffend,hat der Bundesrat angeordnet, daß, um denselben den An-kauf eines Fahrrades zu erleichtern, welches der Norm ent-spricht und von gnterBeschaffenheit ist, im Preise von ZOO Frs.,der Staat an den Anschaffungskosten mit einer Beisteuer von50 Frs. für jeden Militärradfahrer teilnehmen soll.

Die für den Verkauf der Räder wieder eingehendenSummen finden stets wieder Verweildung für Komplettierungder Vorräte der Verwaltung.

Aehnliche Zustände finden sich in dem Militär-Radfahr-wesen fast aller übrigen Länder, so in Oesterreich-Ungarn,Rußland, Spanien, in den nordischen Reichen, überall ist dasRadfahrwesen aus dem Versuchsstadium noch nicht eigentlichherausgekommen und es erübrigt sich nicht, im einzelnen aufdiese Verhältnisse, die sich doch meist genau betrachtet nurwiederholen, hier näher einzugehen.