Das Radfahren der Damen.
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Wir bezeichnen diese Vorwürfe nnd andere der Art als das,was sie sind, als ein Vorurteil.
Nicht mit Unrecht sucht jede Dame das Auffallende ihremmehr zurückhaltenden Charakter nach zu vermeiden, da sieweiß, das sie das allgemeine Urteil, auch wenn es ein nochso ungerechtfertigtes ist, mehr zu berücksichtigen hat, alsder Alaun.
„Was werden meine Verwandten, Bekannten nnd Nach-barn sagen, wenn ich radfahre?" Diese Frage spielt bei demWeibe eine viel größere Rolle als bei den: Manne. Ja frei-lich, wenn diese auch führen, wenn das Radfahren mit einemSchlage allgemein würde, wenn es kurz gesagt, Mode wäre,dann würde sich keine Frau, kein Mädchen mehr durch sonstigeBedenken znrückhalten lassen, sie würde vielmehr sehr gerndas Rad besteigen.
Um denjenigen Damen, welche sich dem Radfahren widmenwollen, über alle Schwierigkeiten, welche sich ihnen besondersim Anfang vermeintlich oder wirklich entgegenstellen können,nach Möglichkeit hinwegzuhelfen und sie über dieselben auf-zuklären, möge es gestattet sein, auf einige Besonderheitenznrückzukommcn, welche die Radfahrerin zu beachten hat.
Im allgemeinen sind fast alle vorangehenden Kapitelebensogut für weibliche wie für männliche Jünger unseresherrlichen Sports berechnet, so vor allen diejenigen, welchedas Fahrrad und seine Teile, den Pneumatik, die Wahl derMaschine, die Erlernung des Fahrens, das Tonrenfahren,die öffentlichen Vorschriften und die Karten und Tonren-bücher betreffen.
Hier wollen wir, abgesehen von der Kleidung, welche wirim folgenden Kapitel behandeln, nur einige Zusätze geben,welche besonders für Radfahrerinnen wichtig und nütz-lich sind.
Zunächst möchten wir allen Damen, die nicht ganz be-sonders furchtsam sind, mit vollster Ueberzeugnng empfehlen,bei der Wahl der Maschinengattung sich nicht durch diescheinbaren Vorzüge des Dreirades vor dem Zweirad ver-
Blesendahl, Radfahrjport. 13