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Katechismus des Radfahrsportes
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Die Rennfahrer.

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Eine andere Unterscheidung der Rennfahrer ist diejenigeder Herrenfahrer, welche nur um Ehrenpreise, und der Be-rufsfahrer, welche um Geldpreise fahren. Diese Frage, objemand Ehrenpreise oder Geldpreise nimmt, hat die Radfahrervon beinahe ganz Europa in zwei Lagergespalten.

Frankreich und Italien, wie über-haupt die romanischen Länder, gestattendie Annahmen von Geldpreisen, ohneeinen Rennfahrer deshalb zum Berufs-fahrer zu erklären. Deutschland undEngland, die germanischen Länder, be-haarten bis 1894 auf dem Prinzip derEhrenpreise. Seitdem gestattet jedochdie „Allgemeine Radfahrer-Union", dieeine der beiden großen deutschen Rad-fahrervereinigungen, welchejedoch künftig-hin sich offiziell nur mit dem Tourenfahrenzu befassen gedenkt, ihren Mitgliedern,

Geldpreise zu nehmen, ohne aber einenZwang auszuüben. Die andere Ver-einigung, der „Deutsche Radfahrer-Bund", blieb auf dem strengen Herren-fahrerprinzip, nur um Ehrenpreise zu fahren, bestehen undverschärfte dasselbe noch, indem sie alle mit der Fahrrad-Industrie in Verbindung stehenden Rennfahrer für Berufs-fahrer erklärte und für beide Klassen gesonderte Rennenausschrieb. Seit Anfang des Jahres 1897 kam zwischenden Hauptbeteiligten durch Schaffung eines gemeinsamenSportsausschusses die lange erstrebte Einigung zustande,und seitdem herrscht auf dem Gebiete des deutschen Renn-wesens Einigkeit.

Wb. 86. Der Kunst-Meistersahrer der WeltN. Kansniann aufeinem Radsragmeutfahrend.