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TaS Fahrmd und die übrigen lvkomotorischen Erfindungen
fvcrden einander so nahe gerückt, daß sic den Klang derStimme gegenseitig Ncrnehmen nnd zu erkennen vermögen.
Erst das Fahrrad aber, diese deutsche Erfindung, ge-stattet es auch dem einzelnen, mit nahezu ähnlicher Schnellig-keit wie die Eisenbahn, ohneRücksicht anfvorgebahnte Schienen-wege, dahin zu gelangen, wohin er will und, wenn es nötigist, ganz außerordentlich weite Strecken zurückznlegcn. DasFahrrad, das uns im Vergleich zum Fußwanderer und dembald erlahmenden Pferde beinahe Flügel verleiht und damitein Sehnen der Menschheit erfüllt, wie es sich in manchemschönen Märchen äußert, macht den Menschen frei nndselbständig. Er bedarf keiner geschienten Wege, die ganzeWelt steht ihm offen, wohin das Herz ihn zieht, kann er eilen.Auch hat er mit keiner Abfnhrts- oder Ankunftszeit zu rechnen,und kein Zug fährt ihm davon, wenn er sich um eine Minuteverspätete.
Das Fahrrad ist jederzeit bereit!
- Das Segenvollste aber ist, daß der Mensch auf seine eigeneKraft gestellt ist und daß ihm das Fahrrad die Natur ineiner früher ungeahnten Weise zurückerobert hat, welcher ersich durch die Kultur fast entfremdet hatte. Es ist selbst-verständlich, daß, wenn das Rad uns ins Freie trägt, unfernLungen frische Luft zugeführt wird und die verlangte Arbeitund Muskelanstrcngung den mehr oder minder zum Stuben-hocker gewordenen Kulturmenschen, vor allen den Städter,sei er nun Hand- oder Geistesarbeiter, in eine ganz neue,erfrischende, gesunde Atmosphäre bringt und ihn stählt zu denvielerlei Anforderungen, die in der Gegenwart der Kampfums Dasein mit sich bringt.
Wir sehen daher in der Einführung, in der weiten Ver-breitung, die das Fahrrad bereits gefunden hat, eine glück-liche Bürgschaft für die dauernde Gesundung der Menschheitund eine Abwendung der drohenden Gefahr, daß die ein-seitige Neberanspannung des Gehirns und die im Verhältnisdazu viel zu geringe Uebung der körperlichen Fähigkeitendurch das Vorwiegen der sitzenden Lebensweise das ganze