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Einführung in die praktische Nahrungsmittelchemie
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III. Untersuchungsmethoden.

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hälter, am besten gleich grosser, weithalsiger Glasflaschen, welchebequem zu handhaben sind und sich praktisch und übersichtlichanordnen lassen.

G-eschrotetes Material lässt sich nicht direkt unter dem Mikro-skop untersuchen, von ganz wenigen Fällen abgesehen. Man hat jedochzwei Arten der Untersuchung, welche sicher zu Resultaten führenmüssen, einmal, indem man das Material zu Pulver zerkleinert(das Weitere siehe später), oder aber, indem man von den einzelnengrösseren Stücken mikroskopische Schnitte anfertigt, was vorzuziehensein dürfte. Man breitet eine bestimmte Menge des Untersuchungs-materials auf eine schwarze, am besten matte Glasscheibe ausund vergleicht nun die einzelnen Stückchen mit einander. In denmeisten Fällen wird man — nach einiger Übung — eventuellleicht Portionen herausfinden können, welche mit der Hauptmengenicht übereinstimmen, d. h. sich durch Grössenverhältnisse, Farbe,Glanz, Härte etc. unterscheiden. Diese verdächtigen Proben werdenherausgegriffen und möglichst in grösserer Anzahl zur mikrosko-pischen Untersuchung zurecht gemacht. Manchmal genügt eineUntersuchung mit blossem Auge nicht, wenn die einzelnen Parti-kelchen zu gleichmässig erscheinen. Dann thut eine sogenannteStehlupe, wie sie bei allen Optikern verkauft werden, gewöhnlichgute Dienste. In Ermangelung einer solchen kann man auch rechtschwache Objektivsyteme benutzen, indem man den Stativspiegeldes Mikroskops abstellt, d. h. bei auffallendem Lichte untersucht.

Die weitere Behandlung geschieht dann so, dass man dieStückchen in einen Tropfen Gummi arabicum bringt, welches mitetwas Glycerin versetzt worden ist, worauf man das Gummi auf einerKorkplatte eintrocknen lässt. Sobald das Gummi die notwendigeTrockenheit erlangt hat, fertigt man eine Anzahl feiner mikro-skopischer Schnitte, welche gewöhnlich leicht erkennen lassen, obman es mit dem normalen Präparat oder mit einer Fälschung zutliun hat.

Die meisten Materialien, welche zur Untersuchunggelangen, dürften jedoch solche sein, die mehr oderweniger fein gepulvert sind. Sollten sich in dem Pulvergrössere Partikelchen, ganze Zellkomplexe vorfinden, so sind dieseganz besonders zu berücksichtigen, da sie häufig sehr rasch zum Er-kennen des Objekts führen. Sind dieselben nicht durchsichtig genug,so werden sie in der soeben beschriebenen Weise behandelt. Pulverlassen sich meistens ohne weiteres unter das Mikroskop bringen,

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